Auf Hawaii per Mietwagen unterwegs


Abendstimmung auf Maui- angenehme Temperaturen, Sonnenuntergang und hawaianische Musik. Schöner geht es nicht.Da schaut man dann auch einmal -hoffentlich - über die schlechte Bildqualität hinweg.

Auf Hawaii werden Urlaubsträume wahr

Wer erstmals hawaiianischen Boden betritt nimmt sie sofort wahr, diese frische, nach Blumen duftende Luft und die freundliche Atmosphäre am Flughafen in Honolulu, der Hauptstadt dieser Inselkette im pazifischen Ozean, die seit 1950 als fünfzigster Bundesstaat zu den Vereinigten Staaten von Amerika gehört.

Hier auf Ohaou vereinen sich die Sonnenanbieter am Strand  von Waikiki, der längst nicht die Ausmaße hat, die in den Träumen von und über Hawaii stets so präsent sind. Dazu die Surfer in North Shore, wo in den 50igerJahren das Reiten auf den Monsterwellen begann und bis heute noch Tausende an die raue Nordwestküste von Honolulu lockt, wo nach wie vor Künstler und solche, die es gerne wären, ihre Zelte aufschlagen.

Hilo mit seinen Hotels ist der ideale Ausgangspunkt für eine Besichtigung des Kilauea, dem aktivsten Vulkan der Welt, der auf Big Island, der größten aller Inseln, zu finden ist.

Beschaulicher wird es in Kauai, die in manchen Bereichen einem Urwald gleich und wo z.B. mit Jurassic Park viele bekannte Filme gedreht wurden. Immer wieder beeindruckend der Waimea Canyon, der an den Grand im amerikanischen Utah zwar erinnert, aber in seiner Farbenpracht mit ganz anderen Aussichten aufwartet.

Hawaiianische Träume gehen schließlich in Maui  in Erfüllung, wo bei einem Spaziergang durch die am Meer gelegenen Straßen Lahainas oder an den Stränden Kaanapalis die Gedanken nach einer Rückkehr in die heimische Wohnung so weit weg sind wie der Mount Everest hoch. Erst recht, wenn Februar als Reisezeit gewählt wird. Der Genuss, die Wale mit ihrem Nachwuchs zu dieser Jahreszeit aus der Nähe zu sehen, ist schon groß, erreicht aber höchstes Sterneniveau beim kurzen Eintauchen in den Pazifik, wenn die Verständigungsgesänge der Wale unüberhörbar in die Ohrmuschel dringen.

Ja, so ist Hawaii! Wer es schafft, nicht nur wenige Tage hier zu sein sondern alle vier großen Inseln über mehrere Tage zu besuchen, wird spätestens dann Deutschlands berühmtesten Auswanderer Conny Reimann verstehen, der sich erst kürzlich nach vielen Jahren in Texas hier niedergelassen hat. Aloha!

 

 

Die großen hawaiianischen Inseln auf einen Blick (von oben links): Kauai, Ohaou, Maui und Big Island.


Der weltberühmte Strand von Waikiki überrascht den Besucher schon allein wegen der unerwarteten Enge.

Ohaou einmal umfahren kann auch eine Zeitreise sein

Ohne Mietwagen geht auf Hawaii gar nichts. Dafür gibt es jedoch die vielfältigsten Möglichkeiten,  auf Exkurs zu gehen. Die schönste ist, einen Jeep zu buchen und genießen, wenn der Wind und die allgegenwärtigen hawaiianischen Klänge um die Ohren pfeifen . Aufgepasst heißt es eigentlich nur bei der Fahrt zur größten amerikanischen Gedenkstätte, der im Krieg versenkten USS Arizona. Die Wegweiser enthalten zwar einen Hinweis auf Pearl Harbour, was sich aber lediglich auf die dortige USA Militärbasis bezieht. Und dort wissen sie schon, warum sie direkt nach dem Einlass einen U- Turn eingerichtet haben. Zu oft haben Urlauber wohl diesen Weg zum Memorial gewählt. Auch wenn die diensthabenden Wachsoldaten keine Miene verziehen und streng die Ausweise kontrollieren, der Hinweis, zu drehen erfolgt sehr moderat.

Die Gedenkstätte erreicht nur, wer dem Wegweiser ,,USS Arizona Memorial'' folgt.  Der Besuch dort ist sehr eindrucksvoll und...ja... nach wie vor fließt Öl aus einem Leck des großen Kriegsschiffes.

Im Februar sind Surfer selten zu sehen, da ist die See manchen doch zu ruhig, andere wiederum freuen sich, können sie doch ihrem Drang nach einem erfrischenden Bad nun häufiger auch in den sonst von Sofern belagerten Gewässern nachgehen.

Ja, für einen Einstieg einer Reise nach Hawaii ist Ohaou mit Honolulu das beste Eingangstor, zumal da die meisten Fluggesellschaften - z.B. in Kombination mit der Lufthansa - diese Insel von Los Angeles oder Vancouver direkt anfliegen.

Neben der erwähnten Gedenkstädte und dem Suferparadies, locken die weitläufigen Küstenstraßen und Künstlergeschäfte, in denen nicht wenige sich in eine andere Zeit (Hippiezeit) zurückversetzt fühlen. Ring und Mittelfinger zur Faust ballen, den kleinen und Zeigefinger ausstrecken ist hier die Begrüßungsgeste. Hang Loose!

Stille Gedanken kommen beim Besuch der Soldatengräber ebenso auf wie in den Tempelanlagen, wo auch Buddha seinen Platz gefunden hat.

Erst bei der Rückkehr nach Honolulu holt der Amerikan Way auf Live den Besucher schnell wieder auf den Boden zurück, wenn die ersten Fast Food Geschäfte zu einem kleinen Imbiss locken.


Big Island lockt mit Vulkanen, Nüssen,Kaffee und mehr

Ja, eine Wanderung auf dem Lavafeld die Kilauea ist nicht nur faszinierend sondern auch sehr anstrengend und heiß, weil die Temperaturen nicht nur von oben kommen. Direkt zur nach wie vor fließenden Lava zu gehen, ist nicht möglich. Diese fließt krachend, spuckend, brodelnd, dampfend, zündend und zischend direkt in den Pazifik. Der beeindruckende Vulkan liegt im gleichnamigen Nationalpark, der in seinem Informationszentrum mit tollen Blicken und vielen interessanten Informationen aufwartet. Aber Hawaiis größte Insel hat mehr zu bieten. Eine vielfältige Pflanzenwelt, bizarre Vulkanlandschaften, Kaffeeplantagen auf denen das aufputschende Getränk nicht nur serviert sondern auch erklärt wird und eine toll schmeckende Nuss. Ja, hier ist die Macadamia zu Hause

Lava, nichts als Lava. Und in der Ferne die große Dampfwolke. Hier fließt die Lava direkt ins Meer. Zu Fuß nicht erreichbar, dafür wird es zu heiß. Wer nach den langen Wegen bis hierhin noch Zeit hat, sollte mit dem Wagen die Chain of Craters Road bis zum Endpunkt abfahren. Dort kann man meistens bei Dunkelheit die fließende Lava sehen. Wer nicht auf sein Portmonee schaut, steigt in einen Hubschrauber und fliegt - natürlich in gebührendem Abstand - direkt über die fließenden Lava.

Hawaii verfügt nicht nur über Traumstände sondern auf allen Insel auch über schwer zugängliche raue Küstenabschnitte.


Kauai begeistert mit atemberaubenden aussichten

Immer wieder lassen Besucher bei ihrem Urlaub auf Hawaii die kleine Insel Kauai links liegen. Die immer wieder vereinzelt auftretenden Regenfälle halten sie zurück. Ein großer Fehler, diese Insel nicht zu besuchen. Schließlich sorgen die guten Tropfen für das satte Grün, die dicht bewaldeten Hänge, die vielen Blumen sowie die wunderbaren Farben, also all das, was Kauai auszeichnet. Nicht umsonst lassen sich hiervon immer wieder Regisseure großer Filme locken. Fluch der Karibik 3 und 4 wurden teilweise ebenso auf Kauai gedreht wie Avatar, Blue Hawaii oder Godzilla. Das sind jedoch nur einige der vielen Kinostreifen, in denen Bilder von Kauai zu sehen sind. Ganz oben auf der Hitliste der Cineasten steht natürlich Jurassic Park. Und so sind es auch insbesondere Filmfans, die sich die Manawaiopuna Falls - auch Jurassic Park Falls genannt- auf Kauai anschauen.

Die ganze Pracht der Insel wird erst aus der Luft bei einem Flug mit dem Hubschrauber deutlich. Aber das gilt ja für die meisten tollen Urlaubsdestinationen. Erst der Blick aus der Höhe öffnet die Augen für die Schönheit der Landschaft. Allerdings kein günstiger Spaß.

Der Waimea Canyon an der Westseite trägt zwar den Spitznamen ,,Grand Canyon des Pacifiks'', hat diesen aber gar nicht nötig, zu faszinierend sind die Farben, wenn sich das Sonnenlicht entsprechend spiegelt. Allerdings sind diese Momente selten, ist der Canyon doch bei ungünstigen Windverhältnissen von einer auf die andere Sekunde in Nebel gehüllt.

Ein grandioser Ausblick auf den Waimea Canyon, dessen Farbenpracht den Besucher gleich in seinen Bann zieht.


Maui - krönender Abschluss einer unglaublichen Reise

Die hawaiische Toursimusbehörde findet deutliche Worte für Maui: ,,Das ist unsere Zauberinsel'', heißt es dort in vielen Hochglanzbroschüren, die in der Regel trotz großer Versprechen die Realität oftmals  nicht abbilden. Anders Maui. Hier trifft alles zu, was  zu lesen ist.

Maui bietet von allen hawaiischen Inseln die größte Vielfalt. Strände mit allen denkbaren Wassersportaktivitäten und den großen Resorts sind insbesondere entlang der regenärmeren Küsten West und South Mauis zu finden. Wer zum Beispiel im Sheraton Maui am Kaanapali Beach für einige Tage verweilt, wird nicht nur von den abendlichen Felsenspringern oder den zauberhaften hawaiianischen Mädchen beim Tanz zum Sonnenuntergang verzaubert sondern kann auch beim Eintauchen ins Meer den Walen beim Singen zuhören. Und diese wunderbaren Säugetiere live zu erleben, ist auch kein Problem. Ab Lahaina fahren die oft auch kleinen Boote auf das pazifische Meer hinaus. Walbeobachtungen sind in den Wintermonaten praktisch überall entlang der Küste möglich. Erfolgsquote fast 100 %. 

Immer wieder tauchen die größten Säugetiere der Welt auf, so als ob sie die Urlauber, die besonders in kleineren Booten ganz nahe an die Wale herankommen, begrüßen würden.

In Workshops  trainieren Frauen auf hawaiianische Art ihren Körper für den traditionellen Tanz "Hula Kahiko". Jeden Abend kurz vor Sonnenuntergang Treffpunkt aller Urlauber in den Resorts auf Hawaii. So schmeckt der Sundowner dort doppelt gut.


Wer das echte Hawaii erleben will,muss tief eintauchen

Insbesondere amerikanische Anbieter locken mit Kreuzfahrten nach Hawaii, leider mit Stippvisiten, ebenso kurz sind wie die Stopps anderer Kreuzfahrtunternehmen auf ihren Weltreisen. Vielen reicht dies. Wer jedoch das echte Hawaii erleben will, muss tiefer eintauchen und mindestens vier bis fünf Tage auf jeder der bekannten vier Inseln verbringen. Hotels können prima von zu Hause ausgebucht werden, es gibt für Hawaii viele große Anbieter, die auf allen Inseln vertreten sind und je nach Geldbeute und Gusto gebucht werden können. Wie zum Beispiel die zahlreichen Sheraton Hotels & Resorts oder die sehr oft mit gutem Preisleistungsverhältnis vertretenen Outrigger Resorts. Weitere findet man bei TripAdvisor. Auf den Inseln selbst sind Mietwagen zu empfehlen (z.B. Budget), das Fahren ist überall sehr bequem. Das Inselhopping per Flugzeug kann gut direkt bei der hawaianischen Fluggesellschaft Hawaii Airlines gebucht werden. Natürlich bieten auch Reiseunternehmen pauschale Angebote, ideal für Urlauber, die ohne großen Aufwand über ihr Reisebüro buchen wollen (z.B. Dertour oder Meyers Weltreisen).

Tipps:

Walbeobachtungen möglichst bei einem lokalen Anbieter buchen, die im Internet zu finden sind. Mit ihren kleinen Boten kommen die erfahrenen Kapitäne den Walen so nah wie nirgendwo sonst auf der Welt.

 

Tipps:

  • Anreise über Vancouver und dort vielleicht noch einen Stop Over einlegen
  • Auf Maui in einem Resort am Kaanapali Beach übernachten
  • Zumindest einmal einen Jeep als Mietwagen buchen (Maui?)
  • Alle vier Inseln mit einem Mietwagen umrunden.
  • Shrimps bei Bubba Gump Shrimp in Lahaina essen.
  • Entweder in einem der Resorts oder im privaten Restaurant an einem original hawaiianischem Essen (Luau) teilnehmen, wo die Speisen in der Regel in einem Erdloch zubereitet werden.Das Hauptgericht eines "luau" ist immer "kalua pig", Schwein im Erdofen gebacken
  • Ein guter Reiseführer - möglichst mit Tagestourenbeschreibung - erleichtert die Reise ungemein. Sehr zu empfehlen sind aus meiner Sicht hier die Reiseführer aus dem Vistapoint Verlag. Den hier enthaltenen Touren kann man - mit individuellen Abweichungen - wunderbar nachreisen.