Japan - ein Land voller Überraschungen

 

Ein einzelnes Tor - nein, eigentlich heißt es Torii - markiert den Eingang zu einem Shintō-Schrein.

Weitere Torii markieren Abgrenzungen verschiedener Areale, die zu den heiligen Bereichen des jeweiligen Schreins führen. Ein stilisiertes Torii wird auf japanischen Karten als Zeichen für den Standort von Shintō-Schreinen verwendet.

Wer einen Schrein in Japan besucht durchschreitet ein Torii und betritt eine ganz neue Welt. Ja, Japan ist anders. Japan ist bunt, schön, anmutig, freundlich, lieblich, genussvoll und, ja, Japan ist auch laut. Wer Japan besucht, betritt ein Land voller Gegensätze. Lassen Sie sich mit nachfolgenden Texten und Bildern mitnehmen in das Land der aufgehenden Sonne. 


Individuell planen und reisen geht auch in Japan

Als meine Frau Petra erstmals den Wunsch äußerte, gerne einmal das ferne Japan zu bereisen, war die Freude über diesen Gedanken nicht gleichmäßig verteilt. Eine Reise nach Japan ganz ohne Begleitung, ohne Reisebüro, ohne Gruppe, ganz individuell, so wie wir außerhalb der Kreuzfahrten eigentlich immer gereist sind  - geht das überhaupt? 

Der gesunden Skepsis folgte aber schon nach den ersten Blicken in den aktuellen Lonely Planet eine gehörige Portion Euphorie ergänzt um eine Prise Neugierde. Notwendige Zutaten für das, was folgte. Die Überlegungen im Detail.

 

Was wollen wir sehen? 

Wie werden unsere Transportmittel sein? 

Was geschieht mit dem Gepäck bei Zwischenstopps? 

Wie finde ich die erforderlichen Verbindungen heraus? 

Welche Hotels und vor allem in welchen Bereichen?

Welche Sprachkenntnisse sind erforderlich?

 

Nur einige von vielen Fragen, die letztlich alle gelöst werden konnten. Wenn für die Flüge noch genügend Meilen auf dem Konto stehen, sind neben der Möglichkeit sehr bequemes zu fliegen  auch Topp-Verbindungen angesagt - das klappt mit der LH immer.

Bei der Hotelsuche halfen der Lonely Planet sowie Tripadvisor, der Japan Railpass - für 80% aller Verbindungen nutzbar -  die Pasmo Card für schnelles Ein,-Aus- und Umsteigen und die WiFi - Box für Internet ohne Grenzen wurden privat gebucht und erworben. Bei der Zugverbindungen half Hyperdia mit seiner wunderbaren App auch in englischer Sprache und für Busse, Metro und Co. war google-maps ein ständiger Begleiter. Und als es um die Topps und Geheimtipps ging, gab es Unterstützung von einer deutschen Auswanderin mit eigenem Internetauftritt.

 

So stand am Ende ein umfassendes Skript für drei Wochen Japan. Wie immer, wenn wir auf Reisen sind zwar mit den Möglichkeiten für den jeweiligen Reisetag, aber stets veränder- oder stornierbar. Wir wollten ja schließlich genießen und uns nicht unter ,,Musst See-Druck'' setzen.

Mal einen Tempel oder Schrein für ein leckereres Matcha - Eis oder frisches Sashimi direkt aus dem Fisch geschnitten  ausfallen zu lassen, gehört auch dazu.

 

So standen am Ende drei Wochen, die zu den absoluten Höhepunkten unserer vielzähligen Urlaubsreisen gehörten, auch wenn der hohe Anteil chinesischer Urlauber sowie das quirlige und laute Tokio nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen im Oktober vergangenen Jahres die Schweißdrüsen unter Druck setzten. 

 

Es ist uns fast immer gelungen vor den großen Touristenströmen die Hotspots dieser Welt zu erleben, in Japan hingegen haben wir die Reiselust der dortigen Nachbarländer Südkorea und China unterschätzt. So waren an manch ehrwürdiger und schöner Stätte viel Geduld und Ausdauer nötig, um die schönsten Momente ohne die großen Menschenmassen einzufangen. 

 

Ob dies gelungen ist, müssen Sie, liebe Leserinnen und Leser entscheiden.

 

Gelungen indes ist unsere große Japanreise. Allen, die jetzt und vor allem nach Betrachten der nachfolgenden Informationen und Bilder Lust und Laune auf dieses Land mit den unzähligen Inseln verspüren sei gesagt, keine Angst vor Japan, geht gut zu zweit!!!

 

Reiseplanung / Texte / Fotos:

Franz T. Prinz

 


3 Wochen reichen nur für einige der Höhepunkte

Unsere Reiseroute auf einen Blick - alle Strecken mit dem Shinkansen gefahren.                       Foto: google-maps


Kyoto und Tokyo waren Ausgangspunkt für viele Ausflüge

Schon früh stand fest, dass Kyoto und Tokyo zwei Reiseschwerpunkte bilden sollen, weil sich gute Möglichkeiten boten, von dort zu anderen Sehenswürdigkeiten aufzubrechen.

So reisten wir von Kyoto nach Kanazawa, um dort mit dem Kenroku-en, den ersten der drei berühmten japanischen Landschaftsgärten zu besuchen. Nara, die ehemalige Hauptstadt Japans, die Teestadt Uji sowie das mystische Koya san waren ebenfalls von Kyoto aus gut zu erreichen. Tokyo nutzten wir für Ausflüge in die Weltkulturerbestadt Nikko, zum Mount Fuji und nach Mito, wo sich mit Kairaku-en, der zweite der drei großen japanischen Gärten befindet.

Zwischen Kyoto und Tokyo legten wir vier zusätzliche Übernachtungen ein. Zwei in Okayama mit zweistündigem Halt in Himeji, wo eine der schönsten japanischen Burgen steht. Okayama nutzten wir für die Besichtigungen der Kunstinsel Naoshima und des Koraku-en, dem dritten berühmten japanischen Garten. 

Zwei weitere Übernachtungen folgten in Hiroshima, wo natürlich der zweite Weltkrieg mit dem Atombombenabwurf der Amerikaner auf die japanische Stadt im Fokus stand. Aber auch ein Besuch von Miyajima mit seinem berühmten roten Tori, dass bei Flut unter Wasser steht.

Übernachtungen, die wir übrigens mit leichter Reisetasche angehen konnten, denn die großen Gepäckstücke wurden von unserem Hotel in Kyoto direkt zu unserem Hotel in Tokyo transportiert, wo sie bei unserer Ankunft schon auf dem Zimmer standen. In Japan übrigens ein ganz selbstverständlicher und kostengünstiger Service. 

Insgesamt besuchten wir Japan drei Wochen und haben eine Menge gesehen, aber längst noch nicht alles. Da ist der nächste Besuch fast schon vorprogrammiert...


Kiyomizudera in Ost-Kyōto ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Tempel wurde 1994 zusammen mit anderen Stätten zum UNESCO-Weltkulturerbe
Kiyomizudera in Ost-Kyōto ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Tempel wurde 1994 zusammen mit anderen Stätten zum UNESCO-Weltkulturerbe

 

Japan persönlich ... so haben wir es wahrgenommen 

Bevor auf anderen Seitenzu den einzelnen Destinationen mit den jeweiligen Höhepunkten geht noch einige Zeilen über Japan und seine Menschen.

 

Dies geht nur mit persönlichen Worten:

 

-Niemals zuvor (vom bekannten Singapur einmal abgesehen) haben wir ein so sauberes Land erlebt. Japan kennt keine Papierkörbe. Der Müll wird entweder sofort an Verkaufsständen oder in Geschäften oder aber mit nach Hause genommen und dort entsorgt. Sehr oft sieht man Japaner mit kleinen Plastiktäschchen durch die Gassen eilen.

 

- Zu jeder Zeit haben wir uns sicherer gefühlt. Überall gibt es kleine Polizeistationen, sogenannte Kobans, wo freundliche Polizisten/Innen stets mit Rat und Tat zur Seite stehen und mit wachsamen Augen für die nötige Sicherheit sorgen.

 

- Drängeln und Ungeduld sind in Japan Fremdworte. Obwohl sich - zum Beispiel in den Tokioter Bahnhöfen - Menschenmassen bewegen, geht es unglaublich diszipliniert vor. Gedrängelt wird niemals. Wenn doch waren es leider deutsche und chinesische Touristen.

 

-Busse, Bahnen und die Metro sind nicht nur unglaublich pünktlich (Shinkansen fast auf die Sekunde, alle anderen höchstens mal 20 Sekunden zu spät) sondern halten auch stets an angezeigter Stelle. Wer einsteigen will, positioniert sich auf einer Seite, auf der anderen können Aussteigende bequem den Bürgersteig erreichen. Erst wenn niemand mehr aussteigt, wird eingestiegen. Und Wartende stehen stets in Reihe. Das wir so etwas noch erleben durften/konnten

 

- Nein sagen fällt den Japanern sehr schwer, weil es eine äußerst peinliche Angelegenheit, eine Frage nicht beantworten zu können. Also wird wortreich drumherum geredet

 

-Persönliche Fragen lassen Japaner nicht zu, hier sind sie sehr zurückhaltend. Und wer es trotzdem einmal wagt zum Beispiel danach zu fragen, ob die Rente fürs Leben reicht, wird schnell mit Missachtung bestraft. Unhöflichkeit dulden Japaner nicht

 

- Die Sprache ist ein kleines Problem. Lediglich in den größeren Städten, in Hotels und an den kulturellen Stätten wird englisch gesprochen. Die Schulen fordern aktuell ihre Schülerinnen und Schüler auf, während ihrer Tages- Ausflüge offensiv auf Touristen zuzugehen und diese anhand eines kleinen vorgefertigten Skriptes auf englisch zu befragen. Klappt nicht immer, aber bemüht sind sie allemal. Und als Dankeschön für's Mitmachen gibt es sogar ein kleines Präsent.

 

- Am beeindruckendsten waren jedoch die Menschen in ihrer Gesamtheit. An keinem anderen von uns bislang besuchten Ort haben wir jemals freundlichere und hilfsbereitere Einwohner gesehen und erlebt. Ein kurzes freundliches Nicken, eine leichte Verbeugung sowie spontane Hilfsbereitschaft bei suchenden Blicken gehörte für uns zum Alltag. Auch die Frage nach einem Foto wurde stets bejaht- egal wo und wann. Nachfolgende schwarzweiß Aufnahmen sollen hiervon zeugen.


Weltkulturerbestadt Kyoto,Nara, Uji und mehr

 

Kyoto ist die Stadt im Herzen Japans mit einer über 1.000 Jahre alten Geschichte  und gelebter Tradition. Nirgendwo anders in Japan sind Geishas so präsent. Nirgendwo anders auf der Welt gibt es so viele UN- Weltkulturstätten. Tausende buddhistische Tempel und shintoistische Schreine machen es dem Besucher schwer die richtige Entscheidung für Besichtigungen zu treffen.

Sicherlich gehört die Besichtigung von Kiyomizu-dera, Ryoan-ji, Fushimi Inari, Goldener Pavillon oder dem Nijo Palast zu den absoluten Höhepunkten, aber oftmals sind es die kleinen, etwas abseits der üblichen Touristenrouten gelegenen Tempel, die es lohnen genauer betrachtet zu werden.

Nachfolgende Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln, auf ausführliche Beschreibungen wurde verzichtet. Zu umfänglich wäre diese Seite sonst geworden.

Auch wenn Reiseunternehmen gerne mal einen, höchstens jedoch eineinhalb Tage für Kyoto einplanen, mindestens vier bis fünf müssen es einfach sein.

Nur wer den Philosophenweg einmal gegangen ist, die versteckten Schreine und Bambushaine näher betrachtet hat, wer in kleinen lokalen Restaurants die Vielfalt der japanischen Küche erlebt hat, wer einmal an eine echte japanische Teestunde mit einer zertifizierten Teemeisterin genossen hat, wer also ganz tief in diese Stadt eingetaucht ist, hat es wirklich eingeatmet, das echte, das wunderbare Kyoto.

 

Und von Kyoto aus lohnen Tagesausflüge nach Nara, Japans ehemalige Hauptstadt mit seinem Rehpark und einem der größten Buddhas, Uji, die sich als Teestadt einen Namen gemacht hat, aber auch Koya San, die heiligste Stätte Japans und Kanazawa (trotz 450 km Entfernung mit dem Thunderbird in zwei Stunden erreichbar) ohne zusätzliche Übernachtungen allemal. Vor allem, wenn man abends in eines der(für uns) bestens Hotels Kyotos zurück kehren und dort im Gespräch mit den Inhabern den Tag noch einmal Revue passieren lassen kann..


Reisetipp für einen Aufenthalt in kyoto: Hotel Mume


Hotel Mumeは、京都で最も美しいホテルです。ダンケホテルムメ

In einer kleinen Seitenstraße gelegen, verkehrsbündig optimal angebunden (die erste Busstation ist gerade mal 100 Meter entfernt), liegt das Hotel Mume. Klein, aber fein und mit einer Servicemannschaft, die seinesgleichen sucht. Hier werden Tagespläne ausgearbeitet, Tipps für Restaurantbesuche gegeben und wenn einmal Regen droht, kann es passieren, dass eine Mitarbeiterin schon mit einem Schirm am Ausgang bereitsteht. Jeder Gast soll seinen Tag in Kyoto optimal verbringen. Das ist die Prämisse der Hotelcrew. Wir meinen: dieses Hotel ist eine absolute Empfehlung wert.

Und - in Japan ganz wichtig - alle sprechen perfektes Englisch!!!


Impressionen aus Kyoto - Weltkulturerbe und mehr


Dieser Teil des Kiyomizu-dera liegt etwas außerhalb, nur über eine leichte Steigung zu erreichen und wird deshalb von den meisten Touristen links liegen gelassen.
Dieser Teil des Kiyomizu-dera liegt etwas außerhalb, nur über eine leichte Steigung zu erreichen und wird deshalb von den meisten Touristen links liegen gelassen.
Dieses Foto macht deutlich, dass ein kurzer Tripp zu einem der Höhepunkte Kyotos kaum ausreicht.
Dieses Foto macht deutlich, dass ein kurzer Tripp zu einem der Höhepunkte Kyotos kaum ausreicht.
Gegen einen kleinen Obolus können Buddhas weise Sprüche aus einer Trommel gezogen werden. Die guten werden mit nach Hause genommen, die anderen abgeheftet, der Wind soll sie schnell vertreiben.
Gegen einen kleinen Obolus können Buddhas weise Sprüche aus einer Trommel gezogen werden. Die guten werden mit nach Hause genommen, die anderen abgeheftet, der Wind soll sie schnell vertreiben.

Nanzen-Ji, diese eine (oft vernachlässigte) Tempelanlage, bietet fast alles.

Das Eingangstor zum Nijo Palast, eine japanische Burganlage und ehemaliger Sitz des Shōguns in Kyōto
Das Eingangstor zum Nijo Palast, eine japanische Burganlage und ehemaliger Sitz des Shōguns in Kyōto
Besonders eindrucksvoll die Gestaltung der Innenräume. Leider nicht darstellbar die Geräuschkulisse beim Betreten der Holzböden. Als on Vögel zwitschern. Für die Shogune damals die Warnung vor Fremden.
Besonders eindrucksvoll die Gestaltung der Innenräume. Leider nicht darstellbar die Geräuschkulisse beim Betreten der Holzböden. Als on Vögel zwitschern. Für die Shogune damals die Warnung vor Fremden.
Der Goldne Pavillon, oder besser gesagt Kinkaku-ji, ist tatsächlich komplett mit Blattgold überzogen.
Der Goldne Pavillon, oder besser gesagt Kinkaku-ji, ist tatsächlich komplett mit Blattgold überzogen.
Der Ryoan Ji ist Japans berühmtester Zen Zempel,der 1499 erstellt wurde. Er enthält 18 Steine, die von keiner Stelle des Gartens in ihrer Gesamtheit gesehen werden können.
Der Ryoan Ji ist Japans berühmtester Zen Zempel,der 1499 erstellt wurde. Er enthält 18 Steine, die von keiner Stelle des Gartens in ihrer Gesamtheit gesehen werden können.
Adashino Nenbutsu-ji  heißt diese Anlage mit ihren rund 8.000 Buddastatuen und Pagoden
Adashino Nenbutsu-ji heißt diese Anlage mit ihren rund 8.000 Buddastatuen und Pagoden
Fushimi Inari: erst bei Einsetzen der Dämmerung lassen die Besucherströme etwas nach und mit viel Geduld gelingen dann Fotos wie die nachfolgenden. 1000 Tore schlängeln sich hier den Berg hinauf. Mehr als beeindruckend.
Fushimi Inari: erst bei Einsetzen der Dämmerung lassen die Besucherströme etwas nach und mit viel Geduld gelingen dann Fotos wie die nachfolgenden. 1000 Tore schlängeln sich hier den Berg hinauf. Mehr als beeindruckend.

Der Philosophenweg, aus Kunststoff hergestellte Speisen, mit denen die Restaurants um Ihre Kunden werben,Verkaufsstände, kleine Restaurants, eine Tee - Zeremoniemeisterin bei der Arbeit, eine Geisha in einer der kleinen Gassen Kyotos, Kitsch & Co., ein typischer Vorspeisenteller, Produkte aus Matchatee, ein Japaner in traditioneller Kleidung sowie die Einfahrt eines der zahlreichen Shinkansen auf den extra hierfür gebauten Gleisen, zeigen die die obigen Fotos.


IMPRESSIONEN aus Nara,Uji und dem mystischen Koya san

Nara kann bedeutende Tempel und Kunstwerke aus dem 8. Jahrhundert vorweisen, als sie die Hauptstadt Japans war. Hier befindet sich der Tempel Tōdai-ji, in dessen großer Holzhalle der Daibutsu, die 15 m hohe bronzene Buddha-Statue aufbewahrt wird. Etwa 1.300 Rehe und wilde Sikahirsche durchstreifen den Nara-Park. Handzahm sind sie täglich Anziehungspunkte für Touristen und Schulklassen.

Uji ist die Stadt der Tempel, Schreine sowie Tee und besticht durch eine idyllische Lage am Fluss. Wer in Japan Tee kaufen möchte, wird hier bestens bedient. 

Koya San ist wohl der geheimnisvollste der vielen heiligen japanischen Berge und nur durch eine Seilbahn zu erreichen. Koya san hat eine besondere spirituelle Bedeutung für die Japaner, deren Glauben von Buddhismus und Shintoismus geprägt ist.

Hier standen alle Anlagen für viele Jahre nur den Mönchen zur Verfügung, die Öffentlichkeit wurde erst viel später zugelassen. Touristen, die per Schiff, Bus oder Zug auf Rundreise sind, landen ganz selten auf diesem heiligen Berg, der Unterkünfte nur in kargen Klöstern zulässt.

Nur wer individuell reist, kann diesen heiligen Ort im Rahmen einer Tagestour besuchen. Rucksacktouristen übernachten hier auch. Beeindruckend di vielen Anlagen, aber auch der Friedhof mit seinen jahrhundertealten Gräbern, aber auch den Grabstätten für Mitarbeiter großer japanischer Unternehmen.

Und wer ganz weit in diesen Ort eindringt trifft am Ende des Weges den wohl heiligsten Ort, das Mausoleum von Kobo Daishi. Auf den letzten 500 Metern dorthin sollte möglichst ein Hu getragen werden. Das Smartphone ist auszuschalten. Fotografieren ist strengstens verboten. Ein Ort wie er mystischer kaum sein kann.


Nara - Japans alte und ehemalige Hauptstadt

Mehr als imposant, der Todai-ji in Nara, dessen Größe erst richtig deutlich beim Blick auf den Budda im Inneren wird.
Mehr als imposant, der Todai-ji in Nara, dessen Größe erst richtig deutlich beim Blick auf den Budda im Inneren wird.


Beeindruckender Byodo tempel und viel Tee in Uji

Der Byōdō-in ist ein 998 in der Heian-Zeit erbauter buddhistischer Tempel in der japanischen Stadt Uji.
Der Byōdō-in ist ein 998 in der Heian-Zeit erbauter buddhistischer Tempel in der japanischen Stadt Uji.

In Uji werden viele Produkte rund um den Matchatee angeboten. So zum Beispiel auch das leckere Gebäck, das auf einem dieser Fotos zu sehen ist. Die anderen Bilder zeigen einer der besten Teeläden von Uji mit dem Chef, der die Teeblätter nach wie vor eigenständig erntet  und der kleine Zeengartem auf der Rückseite seines Ladens.


koya san - gibt es einen ort mit mehr SPIRITUALITÄT?


Japanische Gärten - die großen Drei und mehr

 

Wer  sich schon einmal mit der Vielfalt japanischer Gärten auseinander gesetzt hat, kommt nicht nur voll auf seine Kosten sondern wird begeistert sein.

Die Japaner lieben ihre Gärten. Egal ob klein oder groß. Überall im Land findet man sie, diese kleinen Plätze der Ruhe und Besinnlichkeit. Liebevoll und detailverliebt werden diese Refugien der vollkommenen Ruhe gepflegt.

Beeindruckend die vielen rettenden Maßnahmen, die von der Gärtnern ergriffen werden. Kein Gewächs wird verloren gegeben. Ganze Bäume werden geschützt und gestützt. Nicht selten prägen Netze aus Seilen das Bild eines Baumes.

 

Kein Weg vorbei führt in Japan  an den drei berühmten Gärten Japans, den 

  • Kenroku-en in Kanazawa in der Präfektur Ishikawa
  • Kōraku-en in Okayama, Präfektur Okayama sowie den
  • Kairaku-en in Mito in der Präfektur Ibaraki

Sie erfüllen alle Anforderungen an einen perfekten Landschaftsgarten nach den Chroniken der berühmten Luoyang-Gärten, einem antiken chinesischen Gartenbuch des Dichters Li Gefei: 

  • Weitläufigkeit und Abgeschiedenheit,
  • Kunstfertigkeit und Althergebrachtes,
  • fließendes Wasser und Panoramablick

Wir haben Sie alle drei besucht, aber auch einige der vielen kleinen, wunderbar gestalteten Gärten Japans. Es war eine Reise in eine ganz andere Gartenwelt, auch, weil wir eine japanische Tradition miterleben durften: Shinto-Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern mit anschließenden Fotoshootings in japanischen Gärten sind schon etwas ganz besonderes.

Auf dem Weg nach Okayama zum Koraku-en (für uns übrigens der schönste aller Gärten- nicht nur weil wir an Fotoshootings teilnehmen konnten)  stoppten wir auch in Himeji. Dort steht eine der berühmtesten japanischen Burgen, die nach vielen Jahren der Renovierung kurz vor unserer Reise nach Japan für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde. 

Unsere Reise zu den drei großen Gärten begann übrigens in Kanazawa. Dieser Anlage sollen an dieser Stelle auch die ersten japanischen Gartenfotos gewidmet werden. 



JAPANS GROSSE BURG HIMEJI -KOMMEN,SEHEN UND STAUNEN

Die Burg in Himeji ist eine der spektakulärsten Burgen der Welt und ihr Alter - sie stammt aus dem 17. Jahrhundert - ist auch weltweit kaum zu toppen. Das UNESCO Weltkulturerbe wurde mehrere Jahre aufwendig restauriert und erscheint jetzt wieder in wunderbarem Glanz.


Naoshima - Tagesausflug in die große Welt der  Kunst

Wer sich im Vorfeld einer Japanreise mit den diversen Reiseführern beschäftigt bekommt ein gutes Gefühl für die anzusteuernden Ziele. Gleichwohl ist man gut beraten, auch eigene Ideen und Gedanken einfließen zu lassen. So wird zum Beispiel eine Reise nach Kanazawa empfohlen (eine bis zwei Übernachtungen), um den Kenroku-en zu besichtigen, einen der drei berühmten japanischen Landschaftsgärten. 

 

Für uns kein Thema, denn mit dem Japan Railpass war dieses Ziel sehr gut von Kyoto aus zu erreichen (siehe Berichterstattung Kyoto). Der zweite Tipp lautet, nach Takayama  (auch für ein bis zwei Übernachtungen) zu fahren. Da Takayama jedoch auch Klein -Kyoto genannt wird und die in der Nähe liegenden Weltkulturerbedörfer von Shirakawa-go uns nicht sonderlich interessierten, war die Entscheidung, diese hierfür vorgesehenen Übernachtungen in Okayama und Hiroshima zu verbringen, schnell gefallen. So hatten wir in Okayama sehr viel Zeit für den wunderbaren Koraku-en, den zweiten – für uns auch besten . der japanischen Landschaftsgärten und de gewonnen zweiten Tag konnten wir auf der sogenannten kunstinsel Naoshima verbringen. 

Eine knappe einstündige Zugfahrt von Okayama entfernt tauchten wir tief ein in die Welt der Kunst. Tetsuhiko Fukutake, Gründer der Firma Benesse und Tadao Ando,

der wohl bekannteste japanische Architekt schufen dort etwas ganz Besonderes.

Zum einen das Benesse Haus mit dem Oval Room, in dem sich Wasser, Himmel, Natur und Architektur mischen sowie das eingebundene gleichnamige Hotel mit einer großen Sammlung zeitgenössischer Kunst. 

Das Art House Project, das Museum Chichu, das Ando-Museumund das Museum von Lee Ufan vervollständigen bald die vorhandenen Pole zeitgenössischer Kunst auf der Insel.

In diesen Museen sind unter anderem Werke von Monet, Andy Warhol und Jackson Pollock ausgestellt.

Aber auch der Rest der Insel wird nicht vernachlässigt: in den Straßen und an der Küste treffen Sie immer wieder auf Skulpturen von Niki de Saint Phalle, Karel Appel und einigen anderen Künstlern. 

Doch der berühmte, riesige Kürbis von Yayoi Kusama bleibt trotz allem der Star von Naoshimas Stränden.

Es war ein eintägiger Ausflug der besonderen Art, von dem vieles nur für das eigene Auge bestimmt war, denn all die Schätze im Bild festzuhalten war wegen zahlreicher Verbote nicht möglich. Das stört aber nicht, denn bei schönem Wetter kann dieser Tagesausflug auch ohne die ganz hochkarätigen Fotos zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Eindrücke, die auch im Herzen bleiben...

Japan einmal ganz anders - auf dem Weg zur ,,Kunstinsel'' Naoshima, die unerwartete Eindrücke bietet.

Der riesige Kürbis von Yayoi Kusama ist der Star von Naoshimas Stränden, ihn ohne Besucher zu fotografieren ein Glücksfall

Wer schon den Tarotgarten von Niki de Saint Phalle in der Toskana besucht hat, fühlt sich fast wie in Italien, wenn er durch den Park des Benesse House spaziert und überall Kunstwerke der großartigen Künstlerin betrachten kann.

Hier weitere Impressionen von Naoshima, wo Kunst überwältigend präsentiert wird

Hoteltipp für den Aufenthalt in Okayama zum Besuch des Gartens und der Kunstinsel Naoshima:  ANA Crown Plaza.

Das Hotel liegt direkt am Bahnhof, hat wunderschöne Zimmer und -ideal für die angestrebten Ziele - einen direkten (trockenen) Übergang zum Bahnhof Okayama. Von dort geht es per Zug nach Naoshima oder Hiroshima oder per Straßenbahn zum Garten.

Alternative: Hotel Granvia (direkt im Bahnhof gelegen).


HIROSHIMA - Beklemmende blicke zurück

 

Die in Takayama und Kanazawa ,,gewonnenen‘‘ Übernachtungen nutzen wir auch, um gleich zwei Tage in Hiroshima zu verbringen. Zum einen zur ausgiebigen Besichtigung der Gedenkstätten, aber auch und besonders für Miyajima, die Schreininsel, bekannt geworden durch das bei Flut im Wasser stehende rote Tor.

 

Einen großen Zeitsprung gilt es aber beim Besuch der Gedenkstätten in Hiroshima zu bewältigen. Ein Zeitsprung, der gleichermaßen beeindruckt wie bedrückt. Viele Besucher machen sich nach der Ankunft gleich auf den Weg, den Atombunker, das einzige noch erhaltene Gebäude nach dem Abwurf der Atombombe durch die Amerikaner am 6. August 1945. 

 

Sie verpassen mit dem Orizuru Tower ein wunderbar gestaltetes Gebäude mit großartigen Blicken auf das gesamte Gelände der Gedenkstätten von einer Freiluftterrasse. Hier soll der überall präsente Wind mit sanftem Druck Erinnerungen an die Druckwelle nach dem Abwurf der Atombombe wecken. Wer Glück hat, kann sogar an einem Workshop teilnehmen, um am Ende ein selbst erstelltes Origami in einem dafür vorgesehen Schacht fliegen zu lassen.

 

Anschließend ist es Zeit für Friedensdenkmal (Atombombenkuppel), Friedenspark, die Friedensglocke, Flamme des Friedens und – hierfür unbedingt Zeit einplanen – das große Museum, das seit dem vergangenen Jahr in Teilbereichen für die olympischen Spiele 2020 renoviert wird.

Hier zeugen Zeitmonumente wie die zum Zeitpunkt des Abwurf stehen gebliebene Uhr oder ein verglühtes Kinderrad für Momente, die ihre Wirkung bei keinem Besucher verfehlen.

Täglich zu beobachten sind auch viele Schulklassen, die aus ganz Japan nach Hiroshima reisen, um der Toten durch den Abwurf der Atombombe zu gedenken.

Die Aussichtsterrasse auf dem Orizurutower in Hiroshima- ein Platz für Aussichten und besinnliche Momente.

Blick auf das Friedensdenkmal in Hiroshima, das auch Atombombenkuppel genannt wird.


Miyajima gehört zu den meist besuchten orten in japan

Die kleine, sogenannte ,,Schrein-Insel'', liegt knapp 30 Minuten Bahnfahrt, gefolgt von einer kurzen Überfahrt per Fähre, vom Hauptbahnhof in Hiroshima entfernt und gehört eigentlich zum Pflichtprogramm einer Japanreise.

Das bei Flut im Wasser liegende rote ,,Tori'' ist schon weit vor der Einfahrt zur Insel zu sehen. An besonders schönen Tagen strahlt es im Sonnenlicht und fasziniert allein mit diesem Blick. 

Vom Hafen aus geht ein kleiner Spaziergang am Ufer entlang zur besten Aussicht, die natürlich auch entsprechend besucht ist. Wer sich jedoch Zeit lässt, den Eintritt für den sich anschließenden Schrein zahlt, hat plötzlich noch ganz andere Blick auf die Insel und sein rotes ,,Tori''. An besondere Tagen trifft man sogar eine komplette Hochzeitsgesellschaft. ,,Shinto-Hochzeiten'' werden in Japan gerne an besonders schönen Orten gefeiert.

Hoteltipp für den Aufenthalt in Hiroshima zum Besuch der Gedenkstätten und der ,,Schreininsel'' Miyajima:  Granvia Hiroshima

Das Hotel liegt direkt im Bahnhof und ist somit nicht nur idealer Ausgangspunkt (kurze Wege) für den Besuch von Miyajima sondern auch für die anschließende Weiterfahrt nach Tokyo. Aber auch für den Besuch der Gedenkstätten, den der Hop-Off/ Hopp-On - Bus fährt direkt vom Hotel ab und ist für Besitzer des Japan Railpasses sogar kostenlos.


Tokyo - liebenswert, laut, schrill und verrückt

Wer im Shinkansen auf dem Weg von Hiroshima nach Tokyo sitzt, bekommt aus den großen Fenstern schöne Einblicke in das Land. Teefelder zur linken, kleine Dörfer zu rechten und - aufgepasst - eine knappe halbe Stunde vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof taucht er links auf, der Mount Fuji oder Fuji- san wie er liebevoll von den Japanern genannt wird.

Den schneebedeckten Gipfel tatsächlich zu sehen, ist nicht jedem vergönnt. Wer dann aber einen Blick auf diesen wunderbaren Berg erhaschen kann, wird ihn niemals vergessen.

 

Kurze Zeit nach diesen ersten Momentaufnahmen vom Fuji - ein Tagesausflug dorthin ist fest eingeplant - läuft der Shinkansen in die Stadt der Olympischen Spiele 2020 ein und schon die ersten Minuten auf dem Bahnhof machen deutlich, dass wir uns in einer der größten Ballungszentren der Welt befinden.

Fast zehn Millionen Einwohnen hat Tokyo Stadt, knapp 37 Millionen sind es in der Metropolregion Tokyo- Yokohama (und von dort reisen viele Beschäftigte in die City). Ein Moloch, der (fast) seinesgleichen sucht.

Es sind Tausende die sich - sehr diszipliniert - auf den zahlreichen Etagen der Bahnhöfe in Tokyo bewegen, um den Shinkansen, die Regionalzüge oder die Metro zu erreichen. Wer schon einmal den Berliner Hauptbahnhof an Topp-Reisetagen erlebt hat und sich die Massen der Reisenden an diesen Tagen beim Besuch der größeren Bahnhöfe in Tokio  (z.B. Uneo, Shibua, Central) in Erinnerung ruft, kann nur noch lächeln und still und leise im Kopf die Berliner Zahl mit zehn, fünfzehn oder 20 multiplizieren. Das Ergebnis sollte in etwa die Zahl der Menschen sein, die fast rund um die Uhr auf den Bahnhöfen von Tokyo unterwegs sind.

Die Stadt ist liebenswert beim Besuch ihrer vielen Gärten und Schreine, laut, schrill und verrückt auf den Straßen. Menschenmassen bewegen sich an Sonntagen durch die Shoppingmeilen, unter denen sich tatsächlich auch der eine oder andere Cosplayer (Manga- und Animefans) bewegt, bis zu 15.000 überqueren gleichzeitig die berühmte Shibua-Kreuzung. Auf der Suche nach den neuesten technischen Innovationen wird sicherlich jeder fündig, wird doch fast jedes Produkt vielfach angeboten. Tokyo muss langsam erobert werden, hier ist Akklimatisation vonnöten. Eintauchen, pausieren, schauen, staunen. 

Die richtige Hotelwahl spielt in Tokyo sicherlich für die meisten  eine große Rolle, dauert es doch ein wenig, sich zwischen den Höhepunkten hin und her zu bewegen. Deshalb wählen viele Reiseunternehmen Hotels in den zentralen Stadtvierteln wie zum Beispiel Shinjuku aus. Wer aber einige Minuten mehr Fahrtzeit auf sich nimmt, ist in Asakusa bestens aufgehoben. Hier hat sich Tokyo den Charme vergangener Jahre erhalten, auch wenn der große Schrein stets gut besucht ist. Kleine Restaurants, die Straße der Küche und vieles mehr können jedoch noch in angenehmer Atmosphäre genossen werden.

Natürlich gehört ein Besuch von Tokyo zum Pflichtprogramm jeder Japanreise, schließlich hat die Stadt neben den Sehenswürdigkeiten auch kulturell einiges zu bieten und mit dem neuen Digitalmuseum für die Jugend dieser Welt eine neue Attraktion geschaffen, in unserem persönlichem Großstadt - Ranking steht die Hauptstadt Japans jedoch nicht unter den Top Ten.

Jetzt aber sollen die Bilder  und Filme sprechen...

Hoteltipp für den Aufenthalt in Tokyo:  

THE GATE HOTEL Kaminarimon by HULIC

Das Hotel liegt im Stadtteil Asakusa direkt gegenüber dem wunderschönen Asakusa- Schrein, der zwar täglich sehr gut besucht ist, aber wegen der guten Hotellage entweder früh am Morgen oder gegen Abend unter die Lupe genommen werden Kann. Das Hotel liegt knapp 100 Meter von der Metro entfernt. Zahlreiche Restaurants im direkten Umfeld sorgen für entspannte Abende. Topp auch das Restaurant (gleichzeitig Frühstücksraum) mit wunderbaren Rundumsichten.



Nikko - Ehemaliges  Zentrum von Shinto und Buddhismus

Wer seinen Aufenthalt in Tokio bereichern möchte, sollten neben einem Ausflug zum Mount Fuji und in den dritten der drei großen Landschaftsgärten (Mito, siehe hierzu Bericht über die Landschaftsgärten) unbedingt nach Nikko reisen, ins ehemalige Zentrum von Shinto und Buddhismus. Entweder per Shinkansen oder Direktverbindung erreicht man das kleine Städtchen in den Bergen nach gut einer Stunde. Dort angekommen - ideal ist hier die Zeit ab 9 Uhr - geht es entweder zu Fuß oder per Bus zum Toshogu, einer von Japans reich verzierten Schreinen. Hauptattraktion neben vielen Weltkulturerbestätten ist jedoch das Mausoleum von Tokugawa Ieyasu, dem Begründer des Tokugawa-Shogunats.

Tipp: nach der Bahnankunft eines der vor dem Bahnhof stehenden Taxen nehmen und  vor den großen Besucherströmen das riesige Torî durchschreiten.  Eine kleine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt, den der Tag verläuft viel stressfreier - auch wenn die Anlage selbst zu dieser frühen Uhrzeit schon gut besucht ist.

Wer Zeit hat, sollte in Nikko übernachten, um morgens in der Frühe einer der ersten zu sein. Vermieden werden sollten unbedingt ein Besuch am Wochenende, weil die Japaner ihre Heiligtümer lieben und sich insbesondere an den Wochenende auf zu den Höhepunkten ihre Landes machen.

Da sie Wartezeiten gewohnt sind, sehen sie die gut besuchten Sehenswürdigkeiten viel entspannter als ein Großteil ihrer europäischen Besucher.

Nikko gehörte zu den Zentren des Shinto und Buddhismus schon lange bevor der Toshogu Shrein im 17. Jahrhundert gebaut wurde. Die Stadt liegt in einer sehr schönen bergigen Landschaft und hat neben kulturellen Sehenswürdigkeiten auch einiges an Naturerlebnissen wie Onsen und Wanderpfaden zu bieten.

Die Okunikko Gegend um den See Chuzenji sind bekannt für ihre schönen Herbstfarben, die man am Besten Ende Oktober/Anfang November erleben kann.

 

Die meisten Besucher sehen sich den Toshogu Schrein an. Er ist die letzte Ruhestätte von Tokugawa Ieyasu, der Begründer des Tokugawa-Shogunats welches Japan über 250 Jahre regierte. Der Schreibkomplex ist ungewöhnlich aufwendig dekoriert, unzählige Schnitzereien und Goldelemente zieren die Fassade.

 Nicht minder beeindruckend ist das Mausoleum von Ieyasus Enkel- er hatte für seinen Großvater den prunkvollen Schreinkomplex und das Mausoleum in der heutigen Form angelegt. Um dieses näher zu betrachten müssen allerdings einige stufen erklommen werden. Deshalb geht es rund um dieses Heiligtum auch viel entspannter als an anderen Stellen dieser riesigen Anlage zu.

Den Rückweg sollte man unbedingt zu Fuß antreten. Es ist ein kleiner Spaziergang bis zum Bahnhof. Dieser führt jedoch an einer der ältesten japanischen Brücken vorbei, deren Bild am Ende der nachfolgenden Fotoserie auch den Abschluss meiner Berichterstattung über eine Reise in ein wundervolles Land beschließt.