Blick von der Drachenfelsburg auf Bonn - in der Ferne zu sehen: der lange Eugen, das ehemalige Abgeordnetenhaus der Bundesregierung


Deutschland-ein wunderbares (Reise)Land

Vom Vater Rhein über Mosel und Saar bis zur Eifel


Etappe 1: von Westfalen ins Rheinland zum Drachenfels bei Königswinter

Warum in die Ferne reisen, wenn das Schöne fast vor der Haustür liegt. Getreu diesem Reisemotto starteten wir unsere erste von einigen geplanten Deutschlandtouren. Nachfolgende Bilder und ergänzende Text sollen Spaß machen auf Touren durch unser wunderbares Deutschland. Hierbei sollen Tourtipps anregen, vielleicht den einen oder anderen Reiseweg einmal nachzureisen. Unsere erste große Deutschlandtour führte uns in vierzehn Tagen vom Rheine bis in die Eifel. Start war am Edrechenfeld in Königswinter, es folgten Guldental am Rhein, Trier, Luxemburg, die Eifel mit Abschluss in Aachen.

Unsere erste Etappe führte uns nach Königswinter am Rhein. Knapp zwei Stunden von Ahlen entfernt kann der Start in aller Ruhe nach dem Frühstück erfolgen. Dem Einchecken im ausgewählten Hotel (mein Tipp: Maritim Königswinter) folgt ein knapp 500 Meter langer Weg zur Drachenfelsbahn. Von dort geht es gemütlich hinauf zum Drachenfelsen. Die Bahn kann an stark frequentierten Tagen schon einmal voll sein, wer also die Natur liebt, kann auch den gut ausgeschilderten Wanderweg hinauf nutzen. Allerdings macht die Fahrt mit der Bahn hinauf viel Spaß.

Tipp: Mit der Bahn hinauf und zu Fuß hinunter. Oben auf dem Drachenfels lädt ein gut ausgestattetes Restaurant zu einer kleinen Pause ein. Wer nicht einkehren möchte, kann sich an Selbstbedienungsständen versorgen und auf großzügig angelegten Stufen ausruhen und den wunderbaren Blick genießen. Per pedes  geht es anschließend  an Apfel- und Kastanienbäumen vorbei zur Drachenfelsburg und Nibelungenhalle mit seiner großartigen Reptilienausstellung. Gleich zwei Biergärten landen hier zum Pausieren ein.

Anschließend zurück in die Stadt bzw. zum Hotel und diesen ereignisreichen ersten Tag bei einem Glas Wein ausklingen lassen.


Sie ist einwandfrei ein Blickfang, die Drachenfelsburg am Fuße des Drachenbergfelsen

Der imposante Drachenfelsen bei Königswinter

Südlicher Ausblick vom Drachenfels auf den Rhein und seine Auen

Nördlicher Ausblick vom Drachenfels

Der aus Stein und Beton gestaltete Drachen steht in der Nibelungenhalle und ist im Eingangsbereich zur Reptilienschau zu bewundern

Eine Fahrt mit der Drachenfelsbahn gehört beim Besuch des Drachenfelsen eigentlich dazu

Politische Aussichten: Petersberg, das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung


Etappe 2: Vom Drachenfels über das Deutsche Eck bis zum Kaiserhof in Guldental

Das zweite Etappenziel dieser kleiner Tour vom Rhein bis zur Eifel könnte mit einer kleinen Auszeit verbunden werden. Stress und Alltag  vergessen, sich gut bekochen lassen und in einem schönen Zimmer übernachten - wer liebt dies nicht?

Mein Tipp: Ideal hierfür geeignet ist zum Beispiel das Hotel- Restaurant ,,Der Kaiserhof'' in Guldental. Dieses gehobene, familienbetriebene Hotel befindet sich in einem Landhaus aus dem Jahr 1846 und liegt an der Landstraße L 242. Am Rande der Stromburg von Nobelkoch Johann Lafer haben sich hier seine Schwester und Schwager, die Eheleute Buchholz,  niedergelassen. Sie kümmert sich um den Hotelbetrieb, er um die Küche. Und beides kann sich sehen lassen. Einfach einmal auf die Hotelseite gehen und sich vielleicht das kleine Arrangement ,,Die kleine Auszeit'' gönnen.

Auf dem Weg nach Guldental bietet sich eine längere Pause am Deutschen Eck bei Koblenz an. 

Mein Tipp: Am Rheinufer eines der dortigen Parkhäuser nutzen, ein wenig am Rhein entlang spazieren und mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein. Beeindruckend wie aufwendig die altehrwürdige Festung hier zur Bundesgartenschau 2012 restauriert wurde. Jetzt bildet sie eine ideale Kulisse für einen tiefen Blick in die Vergangenheit. Nach der Rückfahrt eine Pause in einem der zahlreichen Biergärten einlegen, das Denkmal von Kaiser Wilhelm unter die Lupe nehmen und langsam in Richtung Guldental aufbrechen, wo das Fünf- Gänge-Menü schon in den Töpfen von Markus Buchholz brutzelt. 

Bevor am nächsten Abend drei Gänge präsentiert werden, ist Zeit genug den Tag zwischen frühstück und Menü zu genießen. Entweder bei einer Wanderung oder zum Beispiel in einem nahe gelegenen Bad. Oder....

Tipp: Ins knapp 15 Kilometer entfernt gelegene Bingen zum Schiffsanleger fahren, das Kombiticket buchen und schon geht es los. Erst per Schiff nach Assmannshausen, anschließend per Seilbahn hinauf in den Niederwald, dort an Zauberhöhle und Jagdschoss vorbei bis zum Niederwalddenkmal (knapp 3 Kilometer), per Seilbahn hinunter nach Rüdesheim, einmal durch die Drosselgasse gehen und mit dem Schiff wieder zurück nach Bingen. Kurzweiliger geht es nicht. Ein wunderbarer Teil Deutschlands mit - bei passendem Wetter - wunderbaren Aussichten. Doch schauen Sie selbst....

 

 


Das Deutschen Eck in Koblenz, eine künstlich aufgeschüttete Landzunge an der Mündung der Mosel in den Rhein

Blicke für Genießer: Der Aussichtsturm vis a vis zur Festung Ehrenbreitstein. Einblicke in die herausragend restaurierte Festung gibt nachfolgende Bildergalerie....

Blick von der Festung Ehrenbreitstein

Hier einige Eindrücke vom Hotelrestaurant Kaiserhof in Guldenthal.


Etappe 3: Vom Kaiserhof in Guldental und über Worms bis nach Trier

Nach der kleinen Auszeit im wunderbaren Hotel- Restaurant Kaiserhof - je nach Gusto ist natürlich auch ohne diesen Stopp die Weiterfahrt nach Trier zeitmäßig zu schaffen - geht es Richtung Saarland. Trier, Deutschlands Nummer eins in der Rangliste der ältesten Städte, ist das Ziel. Entweder direkt oder mit einem Zwischenstopp in Worms, wo z.B. der dortige Dom inclusive des überraschen großen jüdischen Friedhofs möglich ist. Der erste Kontakt für die nächste Deutschlandtour (Auf den Spiren von Martin Luther) ist bei einem Aufenthalt in Worms übrigens gesichert, ist hier doch eine der größten Bronzen des Reformators zu besichtigen.

Tipp: Der Dom sollte unbedingt begleitet besichtigt werden. Mit viel Glück steht einer der ehemaligen Gymnasiallehrer zur Verfügung. Mir großer Leidenschaft wird hier die Geschichte von Dom und Friedhof in die Gegenwart gerufen.

Weiter geht es nach Trier, wo die Römer ihre Spuren mehr als deutlich hinterlassen haben. Eine bemerkenswerte Stadt und unerwartet vielen Höhepunkten. 

Ob Porta Nigra, Dom, Konstantin-Basilika, Amphitheater, Kaiserthermen, Thermen am Viehmarkt, Barbarathermen oder die Römerbrücke., Trier erlaubt seinen Besuchern einen ganz tiefen Einblick in die Geschichte unseres Landes. Seheswert sind auch das Kurfürstliches Palais,

das Dreikönigenhaus, Steipe ,Rotes Haus und der Frankenturm. Fehlendarf natüröich der Gang durch die sehr schöne Altstadt nicht.

Mein Tipp: Das Park Plaza in Trier liegt sehr zentral, bietet ein angenehmes Ambiente und ermöglicht auch am späten Abend einen kurzen Spaziergang in die beleuchtete Trierer Altstadt mit Dom und Basilika.

Mein Tipp:In Trier nur einmal zu übernachten würde der Stadt und seinem Umfeld nicht gerecht werden. Drei wären meine Empfehlung, denn nur so bietet sich die Gelegenheit , nach später Ankunft und einem ersten Abendessen den nächsten ganzen Tag die Höhepunkte der Stadt zu genießen, um den folgenden zweiten vollen Tag für einen Ausflug ins nahe gelegene Völklingen zu nutzen. 

Dort wartet das Weltkulturerbe ,,Völklinger Hütte'', ein weltweit bedeutendes Industriedenkmal und ein faszinierender Kulturort mit hochkarätigen Ausstellungen, Konzerten und Veranstaltungen. 1994 wird die Völklinger Hütte als erste Industrieanlage aus der Blütezeit der Hochindustrialisierung von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Ein wichtiger Schritt für die UNESCO: Industriekultur wird als bedeutendes Erbe der Menschheit anerkannt.

Ich hoffe, dass die nachfolgenden Bilder einen kleinen Eindruck einer erlebenswerten Etappe auf dieser Deutschlandtour vermitteln.


Der Jüdische Friedhof in Worms: oben Grabsteine, bestückt mit vielen Nachrichten der Angehörigen, die aus aller Welt anreisen, um die Gräber zu besuchen, unten Blicke auf den Innenhof und eine Vielzahl von Gräbern am Fuße des Doms von Worms.

Die Porta Nigra, das Wahrzeichen Triers, ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und zählt zum UNESCO-Welterbe. Das Stadttor dient heute als zentrales Informationszentrum zur römischen Stadt, die dort in einem beeindruckenden Modell gezeigt wird

Zu den Hauptattraktionen Triers zählen ohne Zweifel die Kaiserthermen (Foto oben und unten), die jüngste der drei römischen Badeanlagen Triers. Zu Anfang des 4. Jahrhunderts begonnen, gehörten sie zu den größten Badeanlagen des römischen Reiches

Auch eine Attraktion in Trier: das Amphitheater, das aber längst nicht so gut erhalten ist wie die Kaisertherme oder Porta Nigra.

Das Kurfürstliche Palais in der Stadt Trier war vom 17. Jahrhundert bis 1794 Residenz der Trierer Kurfürsten, das heißt der Trierer Erzbischöfe.


Weltkulturerbe der Menscheit:

Die Völklinger Hütte ist ein 1873 gegründetes ehemaliges Eisenwerk in der saarländischen Stadt Völklingen. Es wurde 1986 stillgelegt.

1994 erhob die UNESCO die Roheisenerzeugung der Völklinger Hütte als Industriedenkmal in den Rang eines Weltkulturerbes der Menschheit. 2007 wurde sie für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert. Sie ist ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.

Nachfolgend einige Impressionen einer umfassenden Besichtigung, für die von Trier aus ein Tag eingeplant werden sollte.

Abschließende Blicke nach einem Gang auf das Dach der Hütte: Bild oben die Schornsteine des Weltkulturerbes und Bild unten die Aussicht auf Völklingen und das dortige Kraftwerk.


Schlussetappe: Von Trier über Luxemburg bis nach Monschau in die wunderbare Eifel

Der Schlussakkord unserer kleinen Deutschlandreise bietet die erhofften Höhepunkte. Angefangen von der Saarschleife, die inzwischen über einen wunderbaren Baumpfad mit grandiosen Aussichten und schönen Erläuterungen (besonders für die Kids) genossen werden kann. Bis hin zum Eifelstädtchen Monschau, dessen Fachwerkhäuschen in der Hauptsaison (leider) zu viele Besucher anlockt.  Das erfreut natürlich die Reisenden zwischen den Saisonzeiten, wenn Gastwirte, Hoteliers und Souvenirverkäufer durchweg gut gelaunt und wenig gestresst sind.  Ein ,,must do'' - zumindest aus unserer Sicht, weil es die Route nahezu fordert, ist ein Abstecher nach Luxemburg. Wer hierbei auch noch Glück hat, in einem der vielen großartigen Resutaurants Kontakt zu Einheimischen zu knüpfen, wird noch Jahre später von Lusemburg und seinen Bewohnern schwärmen. Da bin ich mir ganz sicher.

Tipp: Abstecher nach Luxemburg und mindestens zwei Übernachtungen einplanen, denn die Stadt und Land haben eine Menge zu bieten. Hoteltipp: DoubleTree by Hilton Luxembourg. Zwar etwas außerhalb gelegen, aber eine gute Busverbindung führt schnell in die Innenstadt.

Blick vom Aussichtspunkt des Baumwipfelpfades auf die Saarschleife. Weitere Eindrücke von diesem wunderbaren Aussichtspunkt und dem Weg dorthin in nachfolgender Bild- Galerie.

Lieberhaber von Keramik in allen Varianten kommen voll auf ihre Kosten, wenn sie das Erlebniszentrum von Villeroy und Boch in Mettlach besichtigen: Bad und Wellness mit vielfältigen Kollektionen und außergewöhnlichen Designs, zeitloses Geschirr oder stilvolle Fliesen für eine ästhetische Raumkultur, all das hat das inzwischen neugestaltete Haus zu bieten.

Luxemburg - eine Stadt zwischen Höhe und Tiefen. Nur gut, dass der Besucher gleich zwei unterschiedliche Aufzüge benutzen kann, um von der Neu- in die wunderbare Altstadt zu gelangen. Weitere Eindrücke dieser beeindruckenden Stadt auch hier wieder in der nachfolgenden Bilder Galerie. Und wer sich den richtigen Zeitpunkt für eine Reise nach luxemburg aussucht, kann auch noch das  ,,Schueberfouer'' besuchen, Luxemburgs größtest Volksfest.

Abschied von Luxemburg - etwas wehmütig fällt dieser Blick aus. Aber - versprochen - wir kommen wieder.

Abstecher zur NS Ordensburg Vogelsang

Bevor das Ortseingangsschild von Monschau passiert wird, lohnt es, einmal tief in die Deutsche Geschichte einzutauchen. Der Abstecher zur NS Ordensburg nach Vogelsang gibt Einblicke in die Geschichte der NS, die vielen so nicht bekannt sind. 

Hierzu Wikipedia: Die NS-Ordensburg Vogelsang ist ein von den Nationalsozialisten in der Eifel oberhalb der Urfttalsperre auf dem Berg Erpenscheid[1] errichteter Gebäudekomplex bei Schleiden-Gemünd in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage diente, im Gegensatz zur SS-Junkerschule und zur Reichsführerschule, der NSDAP zwischen 1936 und 1939 als Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders. Der unter Denkmalschutz stehende Teil der Bauwerke umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 50.000 Quadratmeter und gilt nach den Parteitagsbauten in Nürnberg mit fast 100 ha bebauter Fläche als die größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Komplex von britischen Streitkräften übernommen, die im umliegenden Gelände auf 6354 ha [2] den Truppenübungsplatz einrichteten.[3] Von 1950 bis Ende 2005 wurde die Infrastruktur von belgischen Militärstreitkräften übernommen, die unter dem Namen „Camp Vogelsang“ dort eine Kaserne einrichteten und diese und den Truppenübungsplatz bis 2005 nutzten bzw. verwalteten.

Nur wenige Kilometer von Vogelsang entfernt taucht Monschau auf, dieses wunderbare Eifelstädtchen, das den Besucher in jedweder Hinsicht fordert. Guter Wein, leckeres Bier, tolle Gerichte auf jeder Speisekarte und Höhenmeter, die jede gewonnene Kalorie schnell wieder schmelzen lässt. Gut so... Und hier - zum Abschluss - eine weitere Bilder Galerie, diesmal mit Eindrücken von Monschau.