Andalusien - Spaniens Süden begeistert

Einfach atemberaubend: Die Mezquita in Cordoba, zwei Religionen vereint in einem Bauwerk. Hierzu auf dieser Seite später mehr.


Tolle Landschaften- großartige Kulturdenkmäler

Warum im Januar nach Andalusien? Die Erklärung ist ganz einfach: wegen des guten Wetters. Gleich dreimal begleitete ich vor einigen Jahren die Profifußballer von LR bzw. Rotweiß Ahlen ins Wintertrainingslager nach Chiclana, besser gesagt, Novo Sankti Petri, im südlichen Andalusien, wenige Kilometer von Cadiz und Jerez entfernt. Die Hoffnung auf ähnlich gutes Wetter auch im Januar 2018 war daher sehr groß. Allerdings habe ich mich dennoch kurzzeitig von Freunden verunsichern lassen und daher noch einmal Kontakt zu unserem Reiseveranstalter gesucht. Einfach, um mir die letzte Sicherheit zu holen- wohl wissend, dass es diese wettermäßig gesehen natürlich nicht gibt.
Der Blick in die Vergangenheit passte, auch im Januar 2018 waren die Witterungsbedingungen optimal. Täglich blauer Himmel und Temperaturen von sechs (morgens) bis zu 20 Grad (ab mittags) bescherten uns wunderbare und vor allem entspannte Reisetage. Schließlich waren wir oft nur mit wenigen Touristen gemeinsam unterwegs und konnten die Höhepunkte Spaniens so richtig genießen. Lediglich in der Alhambra war es voll, die meist besuchte Sehenswürdigkeit Europas ist allerdings auch ein Ganzjahresziel. Was im Übrigen für ganz Andalusien gilt. Wer für sich die Vorstellungen von Sonne /Hitze / Kälte / Tourismus in Übereinstimmung bringt, wird seine Reise nach Andalusien zu jeder Zeit genießen können.

Optimale Witterungsbedingungen während der gesamten Reise - hier bei der Fahrt über die Route der weißen Dörfer Andalusiens.

Mit einem kleinen Reiseveranstalter die richtige Wahl getroffen

 

Reiseveranstalter?

Richtig, erstmals haben wir uns fremder Hilfe bedient, weil Spanien bzw. Andalusien - mal abgesehen von Chiclana (mehr habe ich damals nicht gesehen)-  völliges Neuland war und wir deshalb Unterstützung bei einem kleinen, aber sehr gut aufgestelltem Reisebüro eingeholt haben:  http://www.andalusienrund-reise.de
Eine gute Entscheidung. Route und Hotels passten nicht nur perfekt mit unseren Wünschen und Vorstellungen überein sondern erfüllten auch alle Voraussetzungen für einen optimalen Reiseverlauf. Das Wetter konnten die Damen aus Ronda und Marbella zwar nicht beeinflussen, aber es passte ebenfalls vom ersten bis zum letzten Tag.

Die Mezquita in Cordoba - aus einer ehemaligen Moschee wurde eine Kirche und die Spuren beider Religionen sind heute noch eindrucksvoll zu beobachten. 

Bei traumhaften Wetter jeden Tag neue und beeindruckende Höhepunkte

 

Am Ende jedoch war es nicht (nur) die Sonne, die begeisterte. Es war diese unglaubliche Vielfalt Andalusiens, die jeden Tag zu einem besonderen machte und alle Erwartungen übertraf. Die vielfältigen Landschaften, mal karg, mal felsig, mal grün oder endlose Orange- und Olivenhaine, das überwältigende Ronda, die weißen Dörfer und historischen Stadtteile aller Destinationen, die Mezquita in Cordoba oder die Alhambra in Granada und vieles, vieles mehr.  Sicher auch das derzeit gute Preis-/Leistungsverhältnis in Spanien.
Nach 14 Tagen Andalusien bleibt nur eine Schlussfolgerung: diesen Teil Europas zu erleben und zu genießen kann die Sehnsucht vieler Reiselutigen auf wunderbare Weise stillen. 

Und: 
Der von uns besuchte Teilbereich Andalusiens ist sogar noch ein absoluter Geheimtipp. Die meisten (deutschen)Urlauber zieht es auf dem spanischen Festland entweder an die Costa Brava (Katalonien) oder Costa del Sol (Andalusien), die sich über rund 300 km von der Provinz Granada - wo sie an die Costa Tropical grenzt - bis zur Meerenge von Gibraltar im Westen zur streckt.

Ronda lockt viele Tagestouristen an. Sie alle wollen die Stadt sehen, deren Neu- und Altbebauung von einer Riesenschlucht getrennt werden. Ronda genießen kann jedoch nur, wer dort übernachtet. 

Wer kennt die Kleinodien Andalusiens Ronda Úbeda oder Baeza ?

 

Doch wer kennt Ronda, Baeza, oder Úbeda? Oder Jerez und Cadiz.?

Gut, der eine oder andere Kreuzfahrer ist schon mal in Cadiz gestrandet, tief ins Land eintauchen ist für Reisen dieser Art allerdings möglich.
Selbst Sevilla und Cordoba liegen nicht auf der normalen Route deutscher Spanienurlauber. Vielleicht noch ein Abstecher nach Granada, wegen der Alhambra. 

Dabei hat Andalusien so unglaublich viel zu bieten. Eine Reise durch Spaniens südlichsten Zipfel heißt auch ganz tief eintauchen in die spanische Geschichte mit ihrer überall gegenwärtigen maurischen Vergangenheit.

Jede Tapa- Bar in Andalusien hat die dortige Spezialität im Angebot: Jamón Ibérico vom schwarzen Schwein aus Eichelmast. Gourmetexperten stufen diesen Originalschinken (auch "Pata negra" = "schwarze Klaue" genannt) aus Guijuelo in der Extremadura als besten Schinken der Welt ein

Die Tour: Malaga über Ronda, Cadiz, Jerez, Sevilla, Cordoba und Granada

Wer sich auf Land und Menschen einläßt, wird wundervolle Tage in Andalusien erleben und unglaublich gastfreundliche Spanier erleben, die trotz mangelnder Sprachkenntnisse immer wieder eine Lösung für etwaige Probleme oder Fragen finden. Selten wird ein Tourist auch als solcher behandelt, vielleicht rümpft die eine oder andere Servicekraft in den Tapa- Bars schon einmal die Nase, wenn die Tapa mit vielen Erklärungen und Erläuterungen bestellt wird. In der Regel hält die Gastronomie zumindest Speisekarten mit englischer Übersetzung vor. Wer diese mit der spanischen vergleicht, findet keinerlei Unterschiede, was eigentlich schon alles über die andalusische Mentalität aussagt.

Je südlicher desto herzlicher wird es. Unsere Reise führte uns durch die wichtigsten Teile Andalusien.  Von Malaga ging es ins Hinterland nach Ronda, von dort auf der Route der weißen Dörfer durch wunderbare Landschaften bis zur Küste nach Cadiz. Es folgten Jerez, Sevilla, Cordoba, mit Baeza und Úbeda zwei Weltkulturerbe -Städte und schließlich Granada, bevor es über das Küstenstädtchen Nerja wieder zurück nach Malaga ging.

Immer wieder wieder schön: Blick aus der Ferne auf die weißen Dörfer Andalusien, hier das wunderschöne Olvera.

In den Felsen gebaute Häuser und Wohnung sieht man in Sentil de las Bodegas

Das facettenreiche Andalusien wartet mit einer großen Vielfalt auf

Schon der Beginn der Reise überrascht. Malaga sollte nicht nur Durchgangsstation sondern mindestens eine Übernachtung wert sein. Wer am nächsten Tag in Ronda die Schlucht El Tajo mit der Brücke Puente Nueva erlebt, kann sich gar nicht sattsehen. Fotomotive zuhauf. Es wird noch besser:  Die Route der weißen Dörfer mit der in Felsen gebauten Altstadt von Sentil de las Bodegas, Cadiz mit herrlicher Altstadt und schönem Stadtstrand oder Jerez mit der königlichen Hofreitschule sowie Sherry im Doppelpack. Hier heißt es: Tio Pepe oder Sandemann? Es folgten die ,,Big Three'' Sevillia, Corduba und Granada, kurz unterbrochen von den wunderschönen 

Renaissance Städten Baeza und Úbeda, bis die Reise durch schließlich an oder fast schon in der Sierrra Nevada endet.

Höhepunkte?  Zu viele, als das sie in diesen Vorspann passen.

Deshalb:  bitte von nachfolgenden Texten und  Bildern inspirieren lassen. Vielleicht machen sie die Lust auf eine Reise nach Andalusien.

Und zum Abschluss dieser Einführung  noch ein Tipp für die Fahrt mit dem Mietwagen, der in der Regel am Flughafen in Malaga angemietet wird:

Navigieren lässt sich auf dieser Tour ganz leicht mittels ,,Google Maps''. Wer bei den Optionen ,,Autobahnen und Mautstraßen'' herausnimmt, wird über die schönsten Wege Andalusiens zu seinen Zielen geführt und nimmt diesen südlichen Zipfel Spaniens selbst auf der Fahrtstrecke ganz intensiv auf.

 

Und jetzt viel Spaß beim Lesen der weiteren Texte und Betrachten der Bilder

 

Hasta Luego

 

Texte und Bilder: Franz Theodor Prinz

Reiseroute und Hotels: http://www.andalusienrund-reise.de;

Restaurants: http://www.andalusienrund-reise.de; Thomas Schröder, www.tripadvisor.de

Reiseführer: Andalusien von Thomas Schröder / Michael Müller Verlag - individuell reisen


Ein wunderschöner Ort für eine Pause und zum Genießen: Die Plaza Espana in Sevilla


14 Tage quer durch Andalusien im Detail


Per Mietwagen unterwegs - von Malaga bis Malaga


Malaga punktet mit einer wunderschönen Altstadt

Ein Wert überzeugt eigentlich jeden Urlauber, der nach Malaga kommt: die Jahresdurchschnitts -Temperatur liegt hier bei milden 18 Grad.

Die Küstenstadt zählt mit rund 565.00 Einwohnern schon zu den größeren Städten Andalusiens und wird vom Naturpark ,,Montes de Malaga'' umgeben.

Es ist Picassos Geburtsstadt, so dass neben dem gleichnamigen Museum auch sein Geburtshaus besichtigt werden kann.

Weitere Höhepunkte sind die Altstadt mit der überraschend wuchtigen Kathedrale sowie das neue Hafenviertel mit dem Bruder des Pariser Centre Pompidou. Die Stadt Malaga lässt sich dies einiges kosten.

Blick vom Aussichtspunkt Mirador del Gibralfaro auf den Hafen von Malaga


Ronda zieht jeden der vielen Besucher in seinen Bann

Wer nach Malaga Ronda besichtigen will, kann vorab durchaus einen Abstecher die Küste entlang wagen. Hier locken Torremolinos und das mondäne Marbella mit der Puerto Banus Marina, wo sich die Touristen fast schon auf den Füßen stehen, um einen Blick auf eine der großen Yachten zu werfen. Wer's mag....

Dabei hat die Fahrt durch die Berge in Richtung Ronda viel mehr zu bieten. Grandiose Landschaften und spektakuläre Aussichten warten auf dem Weg nach und von Ronda weg richtig Arcos, wenn es auf der Route der weißen Dörfer zur Küste nach Cadiz geht.

Zuvor heißt es jedoch, in Ronda nicht nur zu stoppen sondern auch zu übernachten. Wenn die Tagestouristen den kleinen Ort mit der ältesten Stierkampfarena der Welt verlassen haben, gelingen die besten Fotos, kehrt endlich Ruhe ein und ein Spaziergang die Schlucht El Tajo hinunter verspricht Momente, die auch  Ernst Hemingway, Rainer Maria Rilke und Orson Welles zu schätzen wussten. 

Über die Alt- und Neustadt verbindene Brücke Puento Nuevo spazieren zu dieser Zeit nur noch Muße suchenden Touristen- und natürlich Einheimische, die jetzt ihre Einkäufe erledigen. Die Straßenbrücke überspannt übrigens den Río Guadalevín, der in der etwa 120 Meter tiefen Schlucht El Tajo die Altstadt, La Ciudad, von dem jüngeren Stadtteil El Mercadillo trennt.

Blick auf die Schlucht El Tajo und die Brücke Puento Nuevo.

Impressionen im bild: stierkampf und seine arenen

Noch heute gilt in Spanien der Stierkampf als kulturelle Tradition, stark etabliert ist das Ritual des Stierkampfes in Andalusien, wo Besucher herrlich gebaute Arenen vorfinden. Die weltweit älteste steht in Ronda und kann täglich nebst angeschlossenem Museum besichtigt werden. Nachfolgende Fotos sollen keinen kleinen Eindruck dieser imposanten Stätte vermitteln.

Die Ursprünge des Stierkampfes in Spanien gehen bis ins Mittelalter zurück. Es handelt sich bei dieser alten Tradition um eine Opferzeremonie, die immer entweder für den Stier oder für den Torero tödlich ausging. Erst Ende des 18. Jahrhundert wurde diese Variante der Kämpfe verboten und der Torero durfte den Kampfstier, der immerhin ein Gewicht von 450 bis 700 kg auf die Waage bringt, nur noch nach einem bestimmten festgelegten Ritual töten. Bis dahin wurden Stierkämpfe nur von Adligen ausgeführt, die auf Pferden den Stier mit Lanzen, Messern und Schwertern reizten und dann töteten.

Die älteste Stierkampfarena der Welt muss man gesehen haben, egal ob Freund oder Gegner dieser spanischen Tradition , die aktuell  in ihrem Heimatland immer mehr an Bedeutung verliert.

impressionen im bild: ronda mit seinen schönen Ecken


Über die straße der weissen dörfer nach arcos

Es bietet sich an, für die Fahrt zum nächsten Etappenziel, Arcos, eines der schönsten weißen Dörfer Andalusiens, die Route der weißen Dörfer zu nutzen. Wunderbare Aussichten, gemütliche Städte mit bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten laden entweder zum Verweilen oder Schauen ein. Jeder nach seinem Gusto. So steht Senetil de las Bodegas als erstes Etappenziel auf dem Tagesprogramm. Die in Felsen eingelassenen Häuser wurden früher als Schutz vor feindlichen Truppen und der unerträglichen Hitze Andalusiens gebaut und inzwischen zu wunderschönen Bars und Restaurants umgestaltet.  Es folgen Olvera mit dem bemerkenswerten arabischen Schloss, das schon aus vielen Kilometern Entfernung zu sehen ist, Algodonales, Zahara de la Sierra, Grazalema, Ubrique, Bornos und schließlich Arcos

 

Was für ein Blick: Olvera mit seiner weithin sichtbaren Kathedrale und der arabischen Festung

Bars und Restaurants sind heute in den in den Felsen gesetzten Häusern von Senetil de las Bodegas untergebracht.

IMPRESSIONEN IM BILD: Andalusiens weiße Dörfer

Nicht nur die weißen Dörfer lassen die Touristen auf dieser Route ein ums andere Mal ob dieser prächtigen Vielfalt staunen - es ist auch die Landschaft, die begeistert. Die Höhenstraße nach Arcos bietet hinter jeder Kurve neue Aussichten. 


,,gute laune cadiz'' - hier scheint fast immer die sonne

Wer nach Cadiz kommt, ist sofort angetan - vom Wetter, der guten Laune der Menschen, dem Meer und den wunderbaren Blicken auf die Altstadt. Auch wenn die Arbeitsloisgkeit in der ältesten Stadt Europas wie auch dem benachbarten Jerez für viele schmerzhaft ist, lassen es sich die Einwohner dieser Seefahrerstadt nicht anmerken. Überall wird gelacht und geflachst, die Menschen sitzen in Cafes, trinken einen Kaffee con Leche oder solo, reden miteinander, grüßen freundlich und versprühen eine Athmosphäre, die eigentlich jeden Gast dieser schönen Stadt begeistern müsste.

Cadiz ist übrigens Provinzhauptstadt, zum Atlantik geöffnet und besitzt einen eigenen Strand. Das Leben pulsiert überwiegend in der Altstadt, die auf einer Landzunge zum Wasser liegt und allein wegen dieser Lage großen Charme versprüht. Wer mag es nicht, am Wasser zu flanieren und gleichzeitig die historische Altstadt vor Augen zu haben?

Oder durch die kleinen Gassen zu bummeln, um anschließend im Mercado Central, einem der besten Fischmärkte Spaniens, frischen Fisch für's abendliche Grillen zu kaufen?

Übrigens, Cadiz ist Partnerstadt von Kuba und wer beide Städte miteinander vergleicht, wird schnell Ähnlichkeiten feststellen.

Cadiz auf einer Tour durch Andalusien auszulassen, wäre ein Frevel, zumal da von hier aus schnell die wunderschönen Strände von Novo Sankti Petri erreicht werden können, wo bei schönstem Sand, blauem Himmel und ruhiger See die Seele so richtig baumeln kann. 
Ola, Espana!

Was für eine Lage: Cadiz öffnet sich zum Meer und glänzt fast immer mit Sonne pur.

IMPRESSIONEN IM BILD: cadiz mit sommer,sonne meer

Key West in Florida? Nein, die schönsten Sonneruntergänge hat Cadiz zu bieten. Noch Fragen?


stolze pferde und leckerer sherry:auf nach Jerez

Wer kennt sie nicht, die süß- bis trockenen Sherrys von Jerez. Hier die Bodega Gonzales Byass

 (Tio Pepe) dort Sandemann. In dieser Stadt kommt niemand an einem Sherry vorbei. Entweder während einer Bodega - Besichtigung oder beim Tapa in einer der vielen Bars in der Altstadt von Jerez. Beides muss man erlebt haben. Und weil Jerez de la Frontera auch Sitz der königlichen Hofreitschule ist und die regelmäßigen Vorführungen eine große Touristenattraktion sind, gehört auch diese Stadt mit der günstigen Lage zwischen dem Meer und der Sierra auf die Route einer Andalusienrundreise.

Auch die Formel 1 Rennstrecke lockte bis weit in die 2000er Jahre viele Fans, fanden dort doch regelmäßig im Januar und Februar die obligatorischen Testfahrten statt. Rennen gab es zuletzt in den 90iger Jahren. Jetzt sind nur noch einmal vor Saisonbeginn Trainingsrunden erlaubt und da zieht es den F 1- Tross nach Barcelona, wo die Strecke etwas anspruchsvoller ist. In Jerez finden allerdings noch Motorradrennen nebst entsprechenden Trainingsläufen statt. Wer Interesse hat, eine Reise nach Jerez mit einem Motorsporteignis zu koppeln, sollte einen Blick in den entsprechenden Rennkalender werfen.

Nur auf den Wochentag achten müssen indes die Freunde der Karthäuserpferde, denn die beliebten Vorführen der spanischen Hofreitschule (Dressurschauen “Cómo Bailan los Caballos Andaluces” oder “Wir tanzen die andalusischen Pferde”) finden jahreszeitlich bedingt an unterschiedlichen Tagen statt.  Sehenswert sind zudem die wunderbare Markthalle und Alcázar, die maurische Palastanlage aus dem 12. Jahrundert.

Stolze Pferde in Jerez: hier wird ein Hengst für die große Show der königlichen Hofreitschule vorbereitet

IMPRESSIONEN IM BILD: Königliche Pferde im Einsatz

IMPRESSIONEN IM BILD: Streifzug durch das schöne Jerez


Sevilla hat viel mehr als nur den Flamenco zu bieten

Sevilla? Da war doch was? Ja, ein altbekannter Kalauer, gegröhlt zu später Stunde in der fünften Jahreszeit. Und ein flinker Barbier, dessen Arien nicht minder bekannt sind. 

Wer tatsächlich geneigt ist, diese wunderschöne Stadt auf diese zwei Randnotizen zu reduzieren, erntet nur ein müdes Lächeln von allen, die eine der schönsten Städte Spaniens schon genießen durften.

Sevilla ist Lebensfreude pur.

Sevilla ist Flamenco.

Sevilla ist Tapa.

Sevilla ist Sonne, Wärme und gute Laune.

Sevilla ist Plaza Espana.

Sevilla ist Alcazar, der mittelalterliche Königspalast.

Sevilla ist  “La Giralda” oder Metropol Parasol mit den wunderbaren Aussichtsmöglichkeiten. Sevilla ist Santa María de la Sede, die zum Weltkulturerbe ernannte Kathedrale.

Sevilla ist eine entspannte Kutschfahrt durch die Gassen einer der größten Altstädte Europas. Sevilla ist Oper. Carmen und Don Juan lassen grüßen.

Sevilla ist natürlich auch Flamenco.

Sevilla ist einfach wunderbar und hat mindestens zwei Tage Aufenthalt verdient. 

Jetzt aber sollen nur noch die Bilder sprechen....

IMPRESSIONEN IM BILD: Sevilla, immer wieder Sevilla

Die Plaza Espana zieht alle in ihren Bann.

Der Metropol Parasol, eine Aussichtsplattform der ganz besonderen Art. Sevillas Einwohner wissen noch nicht, ob sie ihnen gefällt. Für den neutralen Besucher gehört ein Gang über die Plattform zum Pflichtprogramm.

Lebensfreude pur an der Plaza Espana.

Auf Wiedersehen in Sevilla - zum Abschied noch einmal einen Blick auf die Plaza Espana.


Cordoba und ein unglaublicher Höhepunkt: Die Mezquita

Córdoba gehört zu den meist besuchten Städten Andalusiens. Der Grund hierfür ist schnell erklärt:  die  Mezquita, eine der bekanntesten Hinterlassenschaften der muslimischen Baukunst Spaniens, zieht die Besucher in ihren Bann. Wer durch das große Portal, Juderia, die wunderbare Altstadt Cordobas betritt, wird schnell von seinen Erinnerungen aus der Schulzeit heimgeholt und erinnert sich an die Zeit, in der Cordoba neben Konstantinopel zu den größten europäischen Städten zählte.

Ein schöner Gang, vorbei an wunderbaren Hinterhöfen (Patios), die mit Beginn des Frühlings zu den schönsten Spaniens zählen und alljährlich auch im Rahmen eines großen Festes präsentiert werden, schlendert der Besucher - wenn er sich nicht verläuft -  Richtung Gualquivir, Andalusiens größten Fluss, der uns schon in Sevilla begleitet hat.

Gerade noch unter dem Eindruck dieser schönen Patios, taucht sie plötzlich wie aus dem Nichts auf. Nicht spektakulär, nein, ganz bescheiden nimmt die Mezquita Platz am Ende der Altstadt, kurz bevor es auf der Puente Romano über den Gualquivir zur anderen Uferseite zum Torre  de la Calahorra geht. Eine arabische Festung, die der damals bedeutsamen Römischen Brücke und der Stadt Schutz geben sollte. Die Brücke wurde übrigens nach der Schlacht von Munda (45 v. Chr.) von den Römern errichtet. Sie hat 16 Bögen, war einst Bestandteil der berühmten Via Augusta und wurde 2014 aufwendig restauriert. Hierfür wurde Cordoba ausgezeichnet.

Und wegen der bemerkenswerten Vergangenheit lockt auch diese wunderbare Brücken die Touristen zuhauf nach Cordoba.

Hauptsächlich allerdings kommen sie wegen der Mezquita, die von Außen unscheinbar wirkt, doch wenn sie ihre Pforten öffnet, jeden Gläubigen - egal welcher Konfession -  in seinen Bann zieht. Wie fast alle großen Kathedralen Spaniens war auch hier eine Moschee Grundlage der späteren, großen katholischen Kathedrale. Nur mit dem Unterschied, das in Cordoba die Spuren beider Religionen sichtbar wie nirgendwo anders auf der Welt sind.

Deshalb heißt es auch jetzt wieder, die Bilder sprechen zu lassen

Sie wirkt von Außen ein wenig unscheinbar, die weltberühmte Mezquita Cordobas.

Umso beeindruckender präsentiert sie sich von Innen, vor allem wegen der Sichtbarkeit der Konfessionen: links der katholische Altar, rechts ein Teil des großen Säulenwaldes, typisch für den Bau einer Moschee vor vielen Jahrhunderten. Die Mezquita ist 179 Meter lang und 134 Meter breit. Die Gebetshalle im Hauptsaal umfasst zwei Drittel der gesamten Fläche. Durch Hufeisenbögen wird der Saal in 19 Schiffe und 36 Joche geteilt. Keine Frage, die Mezquita ist ein einzigartiger Ort und gehört auf die ,,Top- Ten - Liste'' der Sehenswürdigkeiten dieser Welt.

45 vor Christi wurde die Puente Romano erbaut und sieht fast noch so aus wie damals - gut sie wurde natürlich aufwendig restauriert. Heute dürfen nur noch Fußgänger sie benutzen.

Impressionen im bild: die mezquita und vieles mehr


glänzende aussichten in Welt-kulturerbe-städten

Úbeda und Baeza stehen mit Sicherheit nicht in jedem Reiseplan Andalusiens. Dabei haben die beiden Städte, die von der Unesco schon vor vielen Jahren zum Weltkulturerbe ernannt wurden und somit unter besonderem Schutz stehen, eine Menge zu bieten: wunderbare Blicke in die Natur, gepflegte Baudenkmäler - übrigens 80 Sehenswürdigkeiten insgesamt - , ruhige und beschauliche Plätze und wie überall in Andalusien eine tolle Gastronomie. Darüber hinaus liegt zwischen beiden Städten mit La Laguna, eine aus dem 17. Jahrhundert stammende Hazienda, die neben einem Hotelkomplex, Restaurant und einer Hotelfachschule auch mit einem sehenswerten Ölmuseum aufwartet. Auch wenn hier und dort bei den Beschriftungen Restaurierungsarbeiten nötig und auch geplant sind, lohnt ein Besuch. Neben der Geschichte des Öls wird insbesondere die Ölproduktion selbst sehr anschaulich dargestellt. Am Ende darf sogar die Produktionsstätte besichtigt werden. Und natürlich kann, wer will, sich mit wunderbarem Olivenöl eindecken - erst- und kaltgepresst, wohlgemerkt. Immerhin wachsen in Spanien mit rund 220 Millionen weltweit die meisten Olivenbäume. Wer offenen Auges durch Andalusien fährt, kann diese nicht übersehen.

Impressionen im bild:Renaissance,Öl und landschaften

Was für ein Ausblick am frühen Morgen in Úbeda: Im Hintergrund Ausläufer der Sierra Nevadea, davor Olivenbäume soweit die Blicke reichen


Granada: ein blick und alle augen strahlen: alhambra

Granada, viele sagen auch das maurische Juwel, ist eine der Perlen Spaniens. Der Grund ist schnell genannt: die ehemalige Hauptstadt des maurischen geprägten Andalusien präsentiert das wichtigste Monument aus dieser Epoche, die weltberühmte "Alhambra". Aus vielen Ecken der Stadt ist sie zu sehen. Prachtvoll zeugt sie von der einstigen Stärke der maurischen Eroberer.  711 drangen die Berber unter ihrem Anführer Tariq ibn-Ziyad über Gibraltar in das christliche Spanien ein und legten dort den Grundstein für die heutigen Sehenswürdigkeiten.

In dieser Zeit entstand auch die Alhambra, deren Wert die Spanier relativ spät entdeckten. Aus der einstigen Ruine ist inzwischen der von Touristen meistbesuchte Ort der Welt geworden. 

Wer dieses riesengroße Areal später genauer unter die Lupe nimmt, wird weiter begeistert sein, der Blick aus der Ferne auf die Gesamtanlage wird jedoch mit Sicherheit länger bleiben, als die Erinnerung an die feine Gestaltung von Höfen, Gärten und Palästen.

Eine weitere Top- Sehenswürdigkeit in Granada ist die Kathedrale , gleichzeitig Sitz des Erzbischofs von Granada. 

Durch wunderschöne Gärten und blumengeschmückte enge Straßen im alten Stadtteil  Albayzín     spazieren gehen,Tapa und Wein aus der Umgebung genießen und die Atmosphäre jahrhundertealter Geschichte einatmen- das ist Granada.

An den berühmten Aussichtspunkten präsentieren Hippies - ja hier gibt es sie noch - selbst hergestellten Schmuck und sorgen Musiker aller Länder für echt spanische Atmosphäre. Flamenco vor den Toren der Alhambra und mit Blick über diese hinaus, wo - zumindest im Januar - die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada, dem höchsten Bergmassiv auf dem spanischen Festland (der höchste Berg, Mulhacén, ist 3478 m hoch), mit einem hervorragenden Wintersportangebot locken.

Dies alles, obwohl das Mittelmeer nicht weit entfernt liegt.

Ja, Granada ist ein lebenswerter Ort - natürlich nur ein wenig abseits des Touristentrubels, denn selbst im touristenarmen Januar war es sehr voll, natürlich wegen der Alhambra.

IMPRESSIONEN IM BILD: Granada mit der Alhambra

Für dieses Bild muss das kleine Restaurant am Fuße des Aussichtspunktes  Mirador de San Nicolás  besucht werden. Kostspielig, aber jeden Cent wert, denn dieser Blick bleibt unvergessen. Die Alhambra und im hintergrund das Bergmassiv Sierra Nevada.

Am Mirador de San Nicolás, dem wohl beliebtesten Aussichtspunkt Granadas, treffen sich Gaukler, Hippies und Musiker. Und bei spanischer Musik läßt sich so mancher auch animieren, das Tanzbein zu schwingen. 

Ein letzter Blick von der Dachterrasse des Hotels auf die Sierra Nevada. Ja, Granada war jede Minute seines Aufenthaltes wert.


Andalusien:Abschied mit blauem Himmel, sonne & Meer

Eine wunderbare Reise geht zu Ende,der letzte Tag gehört dem Meer. Warum nicht in Nerja, einem kleinen Ort, 75 Kilometer vor Malaga gelegen, auf Wiedersehen sagen. Aber bitte nicht auf direktem Weg von Malaga nach Nerja.

Die Strecke über die Berge verspricht noch einmal gigantische Aussichten wie nachfolgende Bilder zeigen werden. 

In Nerja schließlich, am Aussichtspunkt Balcon de Europa, kann noch einmal Sonne getankt und durch die Altstadt flaniert werden. Erst danach heißt es, langsam den Koffer packen.

Adios Espana, adios Andalucia.

IMPRESSIONEN IM BILD: Berg und talfahrt und viel meer

Ungeahnte Aussichten während der Abschlussfahrt abseits der Autobahn auf dem Weg an die Küste.

Andalusien - hier die Küste bei Nerja - zeigt auch am lezten Urlaubstag warum es lohnenswert ist, auch im Winter in den südlichsten Teil Spaniens zu reisen.

Zum Abschluss noch einmal ein weißes Dorf: Frigiliana, wenige Kilometer hinter Nerja gelegen, ist ein Musterdorf. Hier wird jährlich geweißelt und die Stadt putzt sich jeden Morgen neu für die Strand- Touristen, die eines der schönsten spanischen Dörfer einmal aus der Nähe betrachten  möchten. Dabei wissen diese gar nicht, wie schön es erst im Hinterland ist.

Der letzte Blick vom Balcon de Europa in Nerja und dann heißt es Adios Andalusien.