Rembrandt allein ist schon eine Reise wert

Was für ein imposantes Bild: Die Nachtwache von Rembrandt wird außerhalb der Ausstellung ,,Alle Rembrands'' im großen Saal präsentiert. Allein dieses Bild ist - für Kunstliebhaber - schon eine Reise wert

Ausstellung

Zum 350. Todestag Rembrandts zeigt das Rijksmuseum - aktuell noch bis zum 10.Juni - nicht nur die bislang größte Ausstellung seines Werkes – viele Zeichnungen Rembrandts sind zum ersten Mal überhaupt zu sehen. Die Besucher erwartet eine riesige Sammlung.

Poffertjes

 

Poffertjes - die kleinen münzgroßen Pfannenkuchen allein sind schon - zumindest für Liebhaber süßer Speisen - ebenfalls eine Reise nach Amsterdam wert. Je nach Geschmack und Laune läßt man sie sich auch noch zusätzlich zum Puderzucker zum Beispiel mit Zuckersirup garnieren.

Fahrräder

In keinem anderen Land dieser Welt werden in den Städten und Dörfern so viele Fahrräder gesichtet wie in Holland. In Amsterdam beherrschen sie den Straßenverkehr. Selbst das Rijksmuseum musste umgebaut werden, damit sich an der üblichen Fahrradstrecke nichts verändert.



Das ist Amsterdam. Wunderbare Grachten und allüberall Fahrräder in den schönsten Farben.


Schon ein Kurztrip nach Amsterdam begeistert

Wer nach Amsterdam reist kann wunderbare Tage und Stunden erleben, doch er muss eines wissen: Amsterdam und die Touristen harmonieren nicht mehr so wunderbar wie noch vor Jahren.

Verantwortlich hierfür sind einerseits viele Bürger selbst, die ihre Wohnungen Urlaubern mit schmalen Budget zur Verfügung stellen und andererseits die Plattform AirBnB, die mit ihren speziellen Angeboten immer mehr Touristen in die wunderschöne holländische Stadt locken. Wer sich also in diesen Tagen auf den Weg in die Stadt der Grachten macht sollte sich auf Touristenströme ebenso einstellen wie auf mürrische Bürger Amsterdams, die nicht mehr gerne sehen, wenn Touristen sich in ihren Wohnungseingängen aufhalten, um dort die eine oder andere Pause einlegen.

 

Hier noch einige Fakten:
Auf knapp 900000 Einwohner kommen jährlich rund 18 Millionen Besucher. Um der Massen zumindest halbwegs Herr zu werden, werden in der Innenstadt bereits seit 2017 keine neuen Geschäfte mehr zugelassen, die noch mehr Touristen anlocken könnten. Seit Beginn des Jahres müssen Kreuzfahrtpassagiere zudem eine Steuer von acht Euro zahlen, und wer sich danebenbenimmt, wird von Ordnungshütern an Ort und Stelle zur Kasse gebeten.

 

Und Touristen sind gut beraten, wenn sie nicht versuchen, sich ungeschickt zu bewegen, denn sie dürfen vor allem eines nicht: die Radfahrer auf ihren schnellen Fahrten stören.

 

Wer  sich daran hält, kann einige schöne stunden erleben. vorausgesetzt er hat die richtige Übernachtungslokalität gefunden. Hier Tipps zu geben, wäre fehl am Platze, dafür gibt es einfach zu viele Unterkünfte.

Vielleicht aber doch zwei Möglichkeiten: Wer zentral und mit toller Aussicht übernachten möchte, muss pro Übernachtung schon 300 - 400 Euro bezahlen und kann zum Beispiel im Mövenpick nächtigen. Wem es nichts ausmacht, morgens und abends 20 - 30 Minuten Fahrtzeit zu haben (beim guten öffentlichen Nahverkehr in Amsterdam überhaupt kein Problem), der sollte ruhig nach Amstelveen ausweichen und im Amsterdam Forest Hotel übernachten.

 

Und, wer ganz entspannt reisen möchte, sollte es einmal mit dem ICE versuchen. Es gibt sehr gute Verbindungen zum Hauptbahnhof und von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Vororte. Gleich nach der Ankunft im dem Haupteingang gegenüberliegenden Büro des ÖVP das entsprechende (Drei)Tages - Ticket besorgen, da für fast alle Linien reicht.

 


Das Rijksmuseum mit direkter Durchfahrt für die Fahrradfahrer.


Was man so in 48 Stunden alles unternehmen kann

Weil das Rijksmuseum bereits um neun Uhr öffnet, kann das Kulturprogramm zeitig beginnen. Und wer sich gut vorbereitet hat, kann schon auf das bereits zu Hause bestellte Onlineticket zurückgreifen.

Noch mehr Kunst? 

Warum nicht ins Rembrandthuis oder das Anne-Frank-Haus oder die Hermitage Amsterdam besuchen?  Oder aber ins sich direkt neben dem Rijksmuseum auf dem Museumsplein  befindlichen Van-Gogh bzw. Stedelijk Museum.

Danach reicht es aber auch mit der Kunst. Zeit für ein Stärkung. Die Auswahl ist groß, bitte jeder nach seinem Gusto.

 Weiter geht es anschließend zum Vondelpark. Hier  handelt es sich um eine 47 Hektar große Grünanlage, die nach dem Strumpfhändler und in Deutschland weithin unbekannten Dramatiker Joost van den Vondel benannt wurde. Heute besuchen Einheimische wie Touristen diese wunderbare Anlage.

 

Für das abendliche Dinner kann eigentlich nur eine zünftige indonesische Reisplatte in einem der vielen Restaurants empfohlen werden. Oder ab zum Foodmarkt, wo die Küchen der Welt vertreten sind.

Wer will kann anschließend noch durch das berühmt berüchtigte Rotlichtviertel schlendern, doch gern gesehen sind dort eigentlich nur noch interessierte Kunden. Gruppenführungen zum Beispiel sind dort ab 2020 verboten.

 

Nach einem schönen Frühstück lautet meine Empfehlung für den anderen Morgen: ein Gang durch die 9 Straatjes, das ist Amsterdam pur. Wer Wert auf Ausgefallenes legt kommt hier garantiert auf seine Kosten. Versprochen.

 

Anschließend vielleicht mit der kostenlose Fähre rüber auf die andere Seite und einen Blick von ganz oben auf Amsterdam werfen.

Und bevor es zum abschließenden Abendessen geht noch ein Tipp für Freunde des kühlen Blonden: die Heineken Experience Tour birgt so manche Überraschung.

 

Und zum Abendessen geht es vielleicht ins Restaurant ,,C'', die Adresse für besonders feines Essen. Oder halt wieder in den Foodmarket, dort findet jeder etwas - und dies in lockerer und entspannter Atmosphäre.

Viel Spaß in Amsterdam.

 


Auch eine Fahrt durch die Grachten birgt vieles Überraschendes. Angebote gibt es zuhauf, einfach einmal ausprobieren.

Die kostenlosen Fähren sind gut besucht, aber jeder findet hier ein Plätzchen und kann die schöne Aussicht genießen. Direkt gegenüber dem Hauptbahn befindet sich das Fotomuseum und ein wunderbarerer (aber auch teurer) Aussichtsturm (Foto unten) mit herrlichem Blick über Amsterdam.

Wer Amsterdam sonntags besucht, sollte unbedingt auf die andere Seite, wo jeder stundenlang auf dem berühmten Antiquitäten- und Flohmarkt auf die Suche nach dem einen oder anderen Schnäppchen gehen kann.