Mit der Mein Schiff 5 zu den Trauminseln

Die Reise in die südliche Karibik gestaltet sich anders, als die Tour in den westlichen Bereich - zumindest was das Leben in und auf den Inseln und die Sonnenseiten der Inseln betrifft. In Dominica grüßt der Regenwald. Barbados bietet traumhafte Strände und eine raue Westküste. Guadalupe und Martinique, die beiden französischen Enklaven, haben von allem etwas. Grenada überzeugt mit seiner Vielzahl an Früchten. St. Lucia steht diesem kaum nach, hat aber auch dampfende Erde zu bieten. Die A, B, C-Inseln Aruba, Bonaire und Curacao leben in erster Linie von Sonne, Sand und Meer.

Alle Inseln können getrost privat in Tagesausflügen während der Liegezeit der jeweiligen Kreuzfahrtschiffe unter die Lupe genommen werden. Entweder mit ortskundigen Taxifahrern oder privaten Guides, zumeist deutsche Auswanderer, die im Internet schnell zu finden sind. Hiermit ist eigentlich schon alles gesagt über 14 Tage in der südlichen Karibik, die wir mit der Mein Schiff 5, dem neuesten Flaggschiff der TUI- Cruises- Flotte genossen.

lassen wir nunmehr die Bilder sprechen.




Dominica lockt Touristen mit Urwald - ATMOSPHÄRE

Kein ungewöhnliches Bild in der Karibik: Fast schon majestätisch präsentiert sich die Mein Schiff  5 im Hafen von Rosseau (Dominica), im Hintergrund das Inselinnere und rechts - fast durchweg an Anlegestellen weltweit zu sehen - der Containerhafen. Es gibt sie heute kaum noch, die traumhaften Anlegestellen ohne industriellen Zusatz.


Barbados ist eine der trauminseln der kleinen Antillen

Barbados ist  wahr gewordener karibischer Traum. Weiße Sandstrände, türkisblaues Meer, eine blühende Flora, ein Wassersportparadies und jede Menge Sonnenschein gehören hier einfach zum Standard. Ein herrlicher Tag, den wir auf dieser Karibikinsel mit unserem Taxifahrer und Reiseführer Trevor Cellendar verbringen durften.


Martinique und Guadeloupe - Sonne und viel Regen

Martinique, das französische Übersee- Departement und somit voll integrierter Bestandteil Frankreichs, überrascht mit seiner liebenswerten Hauptstadt Forte de France und den wunderbaren Balata Gardens und einem tollen Tiererlebnis am späten Nachmittag, während Guadeloupe - zumindest am Tag unserer Reise - leider nur strömenden Regen zu bieten hatte, so dass wir von der Schmetterlingsinsel kaum etwas zu sehen bekamen.


St. Lucia und Grenada - zwei sehr fruchtbare Inseln

Die zwei wohl fruchtbarsten der karibischen Inseln haben einfach alles zu bieten. Herrliche Landschaften, zauberhafte Strände und eine unglaubliche Vielfalt an Früchten, angefangen von der Muskatnuss über Kaffee, Kakao, Mango und vieles mehr.


Der krönende Abschluss: Aruba, Bonaire und Curacao

Man nennt die A, B, C- Inseln, die wir in der Reihenfolge C, B und A bereisten, auch die Inseln vor dem Wind. Kein Zyklon erreicht die Traumstrände dieser drei karibischen Inseln, deshalb leben die Menschen dort sehr geschützt. Und wenn einmal Regenwolken aufziehen, sind diese schnell wieder verschwunden, gibt es doch kaum einen Hügel, an dem sie abregnen können.

Curacao mit seiner farbenprächtigen, brückenreichen Hauptstadt Willemstad ist - wen wundert es - bei den Niederländern sehr beleibt. Die Teilung der Stadt durch das Wasser macht auch soziale Unterschiede deutlich. So lässt es sich im Ortsteil Punda bedeutend besser leben als in Otrabanda.

Viel höher ist hingegen die Arbeitslosigkeit auf Bonaire, wo selbst Auswanderer, die als Reiseführer arbeiten, trotz hoher Mietkosten (z.B. 500 Euro für ein 30 qm - Appartement) gerade mal auf rund 1.000 Euro Monatseinkünfte kommen. Und dies trotz der großen Salzproduktion und der Arbeit bei den Millionen Liter fassendem und schon aus der Ferne sichtbaren Tanks. Hier wird das Öl aus Venezuela für US- Einkäufer geparkt. So kaufen die Vereinigten Staaten notwendige Barrel direkt vom kleinen Inselstaat und umgehen hierdurch ihr eigenes Embargo gegen Venezuela.

Aruba hingegen ist fest in Händen der Amerikaner. Sie können dort beim hochwertigen Einkauf die Mehrwertsteuer sparen, was viele US- Boys mit ihren Partnerinnen anlockt. Da kann es dann schon einmal passieren, dass neben der Mein Schiff mit der Adventure of the See eines der größeren Kreuzfahrtschiffe der Welt am Hafen liegt. Rund 4.000 Gäste passen auf diesen 4,5 Sterne Riesen. Bei den Einkäufen ist allerdings Vorsicht angesagt. Wer hier nicht knallhart handelt, zahlt drauf. 


Die Mein Schiff 5 läuft aus Aruba aus, ihrer letzten Station auf der 14tägigen Reise. Jetzt geht es wieder nach La Romana in der Dominikanischen Republik. Adieu Karibik, es war schön!


Die Karibik kann  locker individuell erobert werden

Und hier noch einige Tipps:

Sicherlich können im karibischen Süden alle Inseln gut und bequem im Rahmen von angebotenen  Touren besichtigt werden. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig von mindestens 20 anderen Touristen umgeben zu sein. Da sind schon die Ausflüge individueller Anbieter besser, zumal hier in der Regel höchsten 8-10 Reisende unterwegs sind (z.B. auf St. Lucia mit dem Österreicher Michael Mayer). Noch besser ist es jedoch, zu zweit oder viert in einem etwas größeren Taxi zu reisen, vor allem wenn die Fahrer nicht nur ortskundig sondern auch sehr beredt sind. Und dies in der Regel in einem gut zugestehendem Englisch. Bestens zu empfehlen sind hier für Barbados Trevor Callender (Telefon +1 246 267 9780 - gut per WattsAp zu erreichen) und für Grenada Richard von RZ Taxi (Telefon 1 473 5338567, ebenfalls per WattsApp, Email: rztaxiservice@gmail.com). In Guadeloupe bietet sich ein Mietwagen an, wer auf Martinique nicht unbedingt an den Strand will, kann karibisches Flair während einer Busfahrt vom Friedhof zu den Balata Gardens und auf dem Rückweg das quirlige Fort de France genießen. In Dominica einfach an den ersten Taxifahrern vorbei, fast bis zum Ende der Warteschlange gehen, dort einen Fahrer buchen, mit ihm zu den Trafalgar Wasserfällen und zurück über den Aussichtspunkt zum Schiff fahren. Abschließend bei Ruins Rock-Cafe vorbeischauen und der Tag wird ein schöner sein. Curacao lebt von Willemstad, das bestens zu Fuß erkunden werden kann. Abschließend in einem der Cafes vor der Königin Wilhelmina Brücke einkehren und bei einem karibischen Bier (in diesem Fall wird es ein Heineken sein) das Öffnen und Schließen des Pontons beobachten. Für Bonaire bietet sich einer der Anbieter in den Zelten direkt am Kai an und in Aruba besteht noch einmal die Möglichkeit, einen schönen Strandtag zu verbringen (gut per Taxi zu erreichen).